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Initiativen – MAGGI Werk Singen  

MAGGI Werk Singen: Die Energie kommt vom Nachbarn

Manchmal reicht ein Geistesblitz und ein gutes Nachbarschafts-
verhältnis, um beträchtliche Mengen an Energie zu sparen.
Das MAGGI-Werk Singen konnte dank der Idee findiger Ingenieure seinen Erdgas-Bedarf seit Anfang 2009 um zwei Drittel reduzieren.

Die benachbarte Gießerei des Industriekonzerns Georg Fischer AG produziert viel mehr Energie in Form von Abwärme, als sie selbst nutzen kann. Seit Anfang 2009 erhitzt die überschüssige Abwärme des Hochofens ein Thermoöl, das im MAGGI-Werk über einen Wärmetauscher für Wasserdampf für die Herstellung von MAGGI Ravioli oder MAGGI Würze sorgt. Ein komplexes System von zwei Wärmetauschern, einer Heißölleitung und einem herkömmlichen Dampfkessel sorgt dafür, dass stets reiner Dampf für die Produktion zur Verfügung steht.

Bislang wurde der Dampf deutlich teurer mit Erdgas erhitzt. Der jährliche CO2-Ausstoß des Werkes sinkt dadurch um bis zu 11.000 Tonnen – dies entspricht etwa dem CO2 Ausstoß der Autos aller Einwohner einer Kleinstadt. Dies freut nicht nur die Klimabilanz: Die Investition rechnet sich auch für beide Seiten. Nestlé Deutschland folgt damit seiner Strategie der gemeinsamen Wertschöpfung, die ökonomische und ökologische Interessen verbindet. „Dieses Projekt ist ein praktisches Beispiel dafür, dass Wirtschaft und Umwelt zusammengehören“, erklärte der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Einweihung der Anlage. Das Nachbarschaftsprojekt wurde 2010 mit dem Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Broschüre MAGGI Werk Singen



 
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