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Nestlé Studien: So könnte unsere Ernährung 2030 aussehen

Was essen wir heute, was essen wir morgen? Fragen, die uns bei Nestlé beschäftigen. Denn mit unserer Gesellschaft verändert sich auch unsere Ernährung. Gesund, maßgeschneidert oder einfach nur lecker: Wonach suchen wir unsere Lebensmittel aus? Zeit für eine Bestandsaufnahme – und einen Blick in die Zukunft.

Immer weiter, immer schneller: Unsere Gesellschaft verändert sich rasant. Ein Wandel, der sich auf alle Lebensbereiche einschließlich der Ernährung auswirkt. Regelmäßig erobern neue Trends die Speisekarten und Supermarktregale. Doch welche sind von Dauer? Und welche gehen so schnell wieder, wie sie kamen? In unseren Nestlé Studien versuchen wir, Antworten darauf zu finden. Dabei helfen uns zwei Perspektiven: der Blick auf das Hier und Jetzt und ein Ausblick auf das Morgen. Unsere Studien zum Thema „So is(s)t Deutschland“ beschäftigen sich mit dem Ernährungsverhalten von heute. Die Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030?“ geht einen Schritt weiter. Beide Perspektiven sind wichtig. Denn nur wer die Gegenwart versteht, kann die Zukunft gestalten.
So is(s)t Deutschland
Wie essen die Deutschen? So ließe sich – etwas plakativ – die Fragestellung unserer ersten „So is(s)t Deutschland“-Studie aus dem Jahr 2009 zusammenfassen. Der tatsächliche Fragebogen war natürlich wesentlich umfangreicher – und gab uns tiefe Einblicke in das Ernährungs- und Einkaufsverhalten der Deutschen. Insgesamt 18.000 Teilnehmer wurden 2009, 2011 und 2016 befragt.

Bei den drei Studien sollte es nicht bleiben. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der ersten „So is(s)t Deutschland“-Untersuchung veröffentlichten wir im Mai 2019 eine neue Nestlé Ernährungsstudie. Befragt wurden insgesamt 1.636 Personen. Vom Kochverhalten, über die Herausforderungen, die der Alltag an unser Essverhalten stellt, bis hin zum unterschiedlichen Essverhalten der Geschlechter und der Generationen liefert die Studie viele Erkenntnisse – über die Gegenwart, die Entwicklungen der letzten zehn Jahre und mögliche Tendenzen für die Zukunft.
Die wichtigsten Themen der Jahre 2009, 2011, 2016 und 2019
2009 Gesellschaft ohne Genuss?   Ernährung als Spiegel der Gesellschaft   Vorstellung vs. Realität: Gesunde Ernährung oft nur Wunsch   Zukunftstrends „Gesundheitsorientierung“ und „bewusste Ernährung“ 2011 Mobiler, schneller, hektischer   Entstrukturierung des Alltags   Zukunftstrends „Snacking“ und „Out-of-Home“ 2016 Es werde digital   Digitalisierung verändert Ernährungs- und Einkaufsverhalten   „Food Posting“ und „virtuelle Tischgemeinschaften“ 2019 Ernährungsgegensätze werden immer größer   Männer essen anders als Frauen   Zerrissen zwischen hohem Anspruch an die Ernährung und Alltagsstress   Schere zwischen den sozialen Schichten wird auch beim Essen größer
Wie is(s)t Deutschland 2030?
Die Welt von morgen – ein faszinierendes Thema. Wie sie aussehen könnte und was dann vielleicht auf unsere Teller kommt? Beides ist eng miteinander verknüpft. Denn: Was wir essen, hängt unter anderem davon ab, wie sich unsere gesellschaftlichen Rahmenbedingungen oder die Technik entwickeln.

In der Nestlé Zukunftsstudie von 2015 betrachteten wir daher das Thema Ernährung ganzheitlich – und stellten fest: Die „eine“ Zukunft gibt es nicht. Stattdessen sind fünf Szenarien denkbar, in denen die Ernährung jeweils eine andere Rolle spielt. Im Rahmen unserer Studie baten wir dann über 1.000 Teilnehmer, diese Szenarien zu bewerten – nach den Kriterien Akzeptanz und Gefallen, aber auch nach Wahrscheinlichkeit.
Die fünf Szenarien der Nestlé Zukunftsstudie

Für unsere Studie haben wir gemeinsam mit Experten aus einem breiten Querschnitt an Kompetenzen (Architektur, Technologie, Mobilität, Medizin, Gesundheit, Städtebau oder Handel) sowie ausgewählten Konsumenten fünf verschiedene Zukunftsszenarien entworfen:

Zukunft 1: Ressourcenschonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft
Zukunft 2: Ernährung zur Selbstoptimierung in einer leistungsorientierten Gesellschaft
Zukunft 3: Reflektierter Genuss in einer auf Eigenverantwortung setzenden Gesellschaft
Zukunft 4: Gemeinschaftliches Essen als Erlebnis in einer entstrukturierten Gesellschaft
Zukunft 5: Einfaches Sattwerden in einem virtuellen Umfeld Diese Szenarien wurden den Teilnehmern der Studie vorgelegt.

Ihre Aufgabe: Bewerten, welches Zukunftsbild sie für das wahrscheinlichste und das am wenigsten wahrscheinliche halten („Zukunftstauglichkeit“). Neben dieser „Wette auf die Zukunft“ wollten wir zudem wissen, mit welchem Szenario sich die Teilnehmer am ehesten identifizieren („Präferenz“).

Zukunft 1: Ressourcenschonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft
Ein mögliches Szenario für unsere Zukunft: Ernährung, die auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt. 2030 könnte deshalb Ressourcenschonung bzw. eine gerechte Ressourcenverteilung ganz oben auf der Prioritätenliste der Verbraucher stehen. Was das für die Essgewohnheiten bedeutet? Aus Rücksicht auf Tier und Natur würden vermutlich Bio-Produkte und regionale Lebensmittel häufiger in den Einkaufswägen landen. Oder auch Algen und Insekten.
Zukunft 2: Ernährung zur Selbstoptimierung in einer leistungsorientierten Gesellschaft
Beim zweiten Szenario dreht sich alles um das „verbesserte Ich“. Oder mit anderen Worten um Selbstoptimierung und Fitness. Lebensmittel und Mahlzeiten würden dann vor allem dazu dienen, unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit zu fördern. Wichtige Erfolgsgaranten in unserer Gesellschaft. Der Trend könnte zu Produkten mit gesundheitlichen Zusatznutzen gehen. Denkbar sind spezielle Pillen und Power-Riegel oder individualisierte Lebensmittel und Menüs.
Zukunft 3: Reflektierter Genuss in einer auf Eigenverantwortung setzenden Gesellschaft
In diesem Szenario würden sich die Menschen verstärkt um eine gesunde und ausgewogene Ernährung bemühen. Mithilfe der Ernährung würden wir präventiv möglichen späteren Beschwerden und Krankheiten vorbeugen. Das könnte am besten gelingen, wenn die Ernährung ganz individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt würde. Zusätzlich helfen würden Gesundheitsarmbänder und Ernährungs-Apps. Trotz des Fokus auf den gesundheitlichen Ernährungsaspekt bliebe in dieser denkbaren Zukunft der Genuss nicht auf der Strecke. Im Gegenteil wäre es ideal, wenn das Essen gut für die Gesundheit ist und gleichzeitig gut schmeckt.
Nestle Studien zur Ernährung
Zukunft 4: Gemeinschaftliches Essen als Erlebnis in einer entstrukturierten Gesellschaft
Essen als Erlebnis: Auch diese Zukunft können sich unsere Befragten gut vorstellen. Schon heute werden Kochevents mit Freunden immer beliebter. Ein Trend, der womöglich noch weiter zunimmt. Wie das in der Praxis aussehen könnte? Gemeinschaftliche große Küchen (die man mieten kann) würden unsere privaten Küchen ergänzen – besonders in Städten. Die perfekte Voraussetzung, um in großer Runde zusammen zu kochen und zu essen. Im Alltag könnte das Internet eine immer größere Rolle spielen: Die Nahrungsmittel für den täglichen Bedarf würden wir dann online kaufen.
Zukunft 5: Einfaches Sattwerden in einem virtuellen Umfeld
Im fünften Szenario wären Sättigung und der tägliche Kalorienbedarf die entscheidenden Anhaltspunkte. Dabei wäre den Menschen eine unkomplizierte Ernährung wichtig. Das hieße: Weniger selbst zubereiten, mehr Fertiggerichte – und öfter mal was beim Lieferservice bestellen. Auch technische Neuerungen wären gefragt: zum Beispiel 3D-Drucker für Fertigmischungen von Frikadellen oder Pizza. Hauptsache schnell, einfach und effizient.
Wie is(s)t Deutschland 2030? Das Ergebnis unserer Studie
Ernährung mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz gestalten und uns möglichst gesund und ausgewogen ernähren. Darüber hinaus würden Kochen und Essen als gemeinschaftliche Erlebnisse zelebriert. Grundsätzlich wird jedoch nicht ein Szenario „gewinnen“ und alle anderen verdrängen. Vielmehr wird es Hybrid-Formen und nebeneinander existierende Zukunftsentwürfe geben.

Was heute noch ein bisschen wie kulinarische Science Fiction klingt, könnte morgen schon gang und gäbe sein. Die Zukunft wird es zeigen. Was uns im Jahr 2030 noch alles erwarten könnte? Hier haben
Quo vadis, Ernährung?

Unsere Nestlé Zukunftsstudie zeigt: Die Zukunft der Ernährung könnte sehr abwechslungsreich und spannend werden. Dabei sind viele der Trends von Morgen schon jetzt ansatzweise in unserer Gesellschaft zu erkennen. Was das bedeutet? Es entstehen nicht Jahr für Jahr neue Trends. Stattdessen entwickeln sich schon bestehende Tendenzen weiter – und verstärken sich. Denn sie sind häufig miteinander vernetzt und permanent in Bewegung. Auch gesellschaftliche (soziale und kulturelle) Veränderungen oder technische Innovationen spielen eine wichtige Rolle. Alles zusammen treibt unsere Ernährung immer weiter voran. Und hierauf haben wir auch weiterhin ein Auge – im Hier und Jetzt genauso wie in der Zukunft.


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