Das A und O bei Verpackungen? Nachhaltige Lösungen!

Was wir bei der Umstellung von SMARTIES auf Papierverpackungen gelernt haben
SMARTIES

Mit ein paar Handgriffen und etwas Geduld wird aus einer Smarties-Rolle eine Raketen-Spardose. Meine Kinder nennen es basteln, andere nennen es Upcycling. So wie alle anderen Smarties-Verpackungen ist auch unser Klassiker, die Riesenrolle, seit Januar 2021 aus Papier. Dadurch sparen wir allein in Deutschland bei der Produktion von Rollen, Tüten und Schächtelchen jährlich mehr als 191 Tonnen Plastik ein. Was motiviert uns diesen Weg zu gehen? Und was haben wir im letzten halben Jahr gelernt?
 

Egal, wie alt man ist: Es gibt Süßigkeiten, die einfach jede:r kennt. So wie Smarties. Die ersten bunten Schokolinsen wurden bereits 1937 hergestellt. Das ist laaange her. Über die Jahre haben sie viele Fans gewonnen, die auf jedes Detail achten. So auch auf die Farben. 2007 haben wir einen großen Schritt gewagt und verwenden seitdem ausschließlich natürliche Farben. Eine Umstellung, die wir gut planen und behutsam umsetzen mussten. Denn bunte Farben und Smarties – das gehört einfach zusammen. Deswegen sind wir stolz darauf, mit natürlichen Farben ein ebenso gutes Ergebnis erreichen zu können. Denn eines ist uns klar: Ikonen wie Smarties verändert man nicht einfach, man verbessert sie. Genau wie unsere neuen Papierverpackungen.

Smarties

Kunststoff weg, Papier her? Gar nicht so einfach.

Wir haben viel ausprobiert und getestet. Das war gar nicht so leicht, weil es bei Papier so viel zu beachten gibt, was bei Plastik schon fast selbstverständlich ist.
 

Das fängt bei so offensichtlichen Dingen wie der Reißfestigkeit an. Natürlich, unser Ziel war klar: Die Papierverpackung muss denselben Schutz bieten wie die aus Plastik. Entscheidend sind aber die Details. Schützt die Verpackung auch dann, wenn es beim Transport mal holprig wird? Und wie sieht es im Supermarkt aus, wenn sie im Regal hin- und hergeschoben wird? In der Praxis heißt das: Testen, Testen, Testen. Denn nur der Versuch macht klug. Braucht das Papier beispielsweise einen speziellen Zuschnitt, um besonders stabil zu sein? Und das Wichtigste: Wie sorgt man für Hygiene und Sicherheit? Schließlich sollen die Schokolinsen in den Papierverpackungen genauso vor Feuchtigkeit oder Wärme geschützt sein wie vorher.

Jede Menge Fragen also, die wir für unsere Fachleute im Gepäck hatten. Davon hat sich aber niemand abschrecken lassen. Im Gegenteil, bei so einem wichtigen Thema sind alle motiviert dabei. Im britischen York tüftelten die Expert:innen für Schokolade, im schweizerischen Lausanne die für Verpackungen. Umgesetzt wurden die Ideen beider Teams bei uns, genauer gesagt in Hamburg-Wandsbek. Hier im hohen Norden steht unser Schokoladenwerk, in dem viele, viele bunte Smarties für Deutschland und ganz Europa vom Band laufen. Seit 1965 eine echte Institution in Sachen Schokolade – und seit 2021 einer der Vorreiter bei plastikfreien Verpackungen.

 

Ciao Plastikdeckel, hallo neue Riesenrolle

Aber was macht sie nun aus, unsere neue Verpackung „made in Germany“? Schauen wir uns doch mal unsere Smarties-Riesenrolle an. Hier standen wir vor einer spannenden Herausforderung: Der Plastikdeckel musste weg. Stattdessen war eine praktische Alternative gefragt. Die Lösung: Smarties geht „oben ohne“ – also ohne Kunststoffdeckel. Stattdessen gibt es einen cleveren Papierverschluss. Und nicht nur das. Die ganze Rolle ist aus recycelbarem Papier, welches superstabil verarbeitet ist. Da kann man sicher sein, dass die Linsen nicht herauspurzeln. Dieser kleine Kniff macht das Teilen und das spätere Recycling ganz einfach.

Smarties

Kommen wir noch einmal auf unsere treuen Smarties-Fans zurück. Wie finden die unsere Rolle aus Papier? Nach sechs Monaten wagen wir ein erstes Fazit – und haben viel Lob und positives Feedback bekommen. Gerade Eltern finden die nachhaltigere Lösung super und freuen sich, dass man Smarties-Rollen nun noch unbeschwerter in Raketen & Co. verwandeln kann. Auch für meine Kinder ist das die beste Form der Weiterverwendung: Basteln.

Basteln ist übrigens kein unbeabsichtigter Nebeneffekt, sondern schon immer ein wichtiger Punkt für uns bei Smarties gewesen. Basteln fördert nämlich nicht nur die Kreativität, Kinder können auch was lernen. Auf unseren Verpackungen gibt es deshalb immer wieder besondere Aktionen. So wie zum Beispiel den „Smart Seas“ QR-Code. Kurz gescannt und schon nimmt der Code die Smarties-Fans mit auf eine Augmented-Reality-Reise durch eine Unterwasserwelt. Mit „Smart Seas“ lassen sich Ozeane erkunden und Meerestiere entdecken. Spielerisch lernen die Kleinen so, welchen Beitrag wir alle für intakte Meere leisten können.

Plastikmüll ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – und geht uns damit alle an.

Wir haben daher ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2025 sollen alle unsere Verpackungen komplett recyclingfähig oder wiederverwendbar sein. Mit Smarties haben wir diesen Schritt bereits geschafft und Plastik komplett aus unserem Sortiment verbannt. Dank der neuen Papierverpackungen können wir jährlich 250 Millionen Kunststoffverpackungen einsparen. Wem das zu abstrakt ist, dem kann ich den Lieblingsvergleich meiner Kinder an die Hand geben: Das entspricht ungefähr dem Gewicht von 67 Elefanten oder – für die Auto-Fans – 285 PKWs.

Große Ziele erreicht man nicht über Nacht. Auch wir haben noch ein gutes Stück der Strecke zu gehen. Genau das machen wir. Schritt für Schritt, für eine nachhaltigere Zukunft. Das liegt mir als Mutter von zwei Kindern besonders am Herzen.