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Solarstrom für die Zukunft

Kühe liegen auf einer Wiese, wo Solarpanelen aufgestellt sind

Wie Nestlé in Biessenhofen mit einer innovativen Agri-Photovoltaik-Anlage erneuerbare Energie, nachhaltige Landwirtschaft und Tierwohl verbindet

 

Erneuerbare Energie für die Produktion, Schatten für Kühe und ein starkes Signal für nachhaltige Landwirtschaft: Mit einer innovativen Agri-Photovoltaik-Anlage zeigen wir, wie Klimaschutz, regionale Zusammenarbeit und verantwortungsvolle Landwirtschaft Hand in Hand gehen können.

Wenn Energiegewinnung neue Wege geht: Was ist in Biessenhofen entstanden?

Direkt neben dem Nestlé-Nutrition-Werk im Allgäu nutzen wir eine landwirtschaftliche Fläche ab sofort doppelt. Hoch aufgeständerte Solarmodule erzeugen erneuerbaren Strom für die Produktion – während darunter weiterhin Kühe und Kälber weiden und Heu geerntet wird. So verbindet das Projekt erneuerbare Energieerzeugung mit Tierwohl und nachhaltiger Flächennutzung.

Warum Agri-Photovoltaik? Weil nachhaltige Lösungen mehr können müssen

Für Nestlé ist klar: Die Energiewende braucht Lösungen, die ganzheitlich gedacht sind. Agri-Photovoltaik ermöglicht genau das. Statt Flächen entweder für Energie oder Landwirtschaft zu nutzen, können beide Seiten profitieren.

„Wir wollen unsere Standorte konsequent elektrifizieren und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. In Biessenhofen haben wir gezeigt, dass Klimaschutz und Landwirtschaft gemeinsam funktionieren können.“

Jörg Schmitt (Environmental & Sustainability Manager bei Nestlé Deutschland steht vor der Agri PV Anlage

Jörg Schmitt Environmental & Sustainability Manager Nestlé Deutschland

Ein Viertel des Strombedarfs aus eigener Kraft

Mit einer installierten Leistung von 4,5 Megawatt wird die Agri-Photovoltaik-Anlage künftig rund 25 Prozent des Strombedarfs des Werks Biessenhofen abdecken. Dort wird unter anderem Säuglingsmilchnahrung für mehr als 80 Länder weltweit hergestellt, zum Beispiel für die Marke BEBA. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von etwa 2.000 Einfamilienhäusern.

Mit dem Strom betreiben wir unter anderem Industrie-Wärmepumpen, um zwischen 60 und 90 Grad heißes Wasser zu erzeugen. Auch Abwärme aus den Prozessen wird genutzt, um Wasser auf ein passendes Temperaturniveau zu bringen. Über ein Wärmenetz werden die Produktionsbereiche mit dem Heißwasser versorgt, wodurch Dampf in den Prozessen ersetzt werden kann, der bisher durch Gas erzeugt wurde.

Für den Standort Nestlé Biessenhofen bedeutet das einen wichtigen Schritt hin zu mehr Energieeffizienz und -unabhängigkeit – und eine spürbare Reduktion der CO₂-Emissionen in der Produktion. Mit den beiden bereits aktiven Wärmepumpen lassen sich jährlich insgesamt mehr als 3.000 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.

Mehr als Strom: Wie Kühe von der Solaranlage profitieren

Die Solarmodule sind hoch aufgeständert und bieten den hitzeempfindlichen Tieren wertvollen Schatten – besonders an heißen Sommertagen. Denn Kühe fühlen sich bei maximal 15 Grad am wohlsten, bei höheren Temperaturen können sie irgendwann Hitzestress entwickeln, der sich wiederum negativ auf die Milchleistung auswirken kann.

Gleichzeitig bleiben ausreichend Abstände für landwirtschaftliche Maschinen, sodass die Heuernte weiterhin möglich ist.

Die Anlage erfüllt die Vorgaben der DIN SPEC 91434, die klare Anforderungen an die landwirtschaftliche Hauptnutzung von Agri-PV-Flächen stellt. Damit gewährleistet sie, dass die landwirtschaftliche Nutzung klar im Mittelpunkt steht. Für Nestlé ein Gewinn für Tierwohl, Landwirt und Umwelt.

Kühe stehen unter den Solarpanelen im Schatten

Starke Partnerschaften für nachhaltige Innovation

Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit dem Unternehmen für erneuerbare Energien BayWa r.e. sowie einem lokalen Landwirt, auf dessen Fläche die Anlage steht. Nestlé hat rund drei Millionen Euro in das Leuchtturm-Projekt investiert.

„Solche Initiativen entstehen nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die enge Zusammenarbeit vor Ort ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.“ 

Jörg Schmitt Environmental & Sustainability Manager Nestlé Deutschland

Personen stehen vor der Agri PV Anlage zur offiziellen Eröffnung

Ein Baustein auf unserem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft

Das Projekt in Biessenhofen ist Teil der globalen Klimastrategie von Nestlé, die eine signifikante Senkung der Treibhausgas-Emissionen zum Ziel hat.

Investitionen in erneuerbare Energien an unseren Nestlé Standorten spielen dabei eine zentrale Rolle – genauso wie innovative Ansätze, die Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen.

„Nachhaltigkeit wird dann stark, wenn sie konkret wird“

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie innovative Lösungen aussehen können, wenn unterschiedliche Interessen zusammen gedacht werden – Unternehmen, Landwirtschaft, Tiere und Umwelt. Genau solche Partnerschaften brauchen wir, um die Transformation nachhaltig zu gestalten.