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Plastik ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Und wir wissen, Nestlé ist Teil davon. Auch wenn jede einzelne Verpackung dafür sorgt, dass unsere Lebensmittel lecker und hygienisch-sicher zuhause ankommen - wir sind überzeugt: Das muss besser gehen! Deshalb forschen, kooperieren und investieren wir, um neue Lösungen zu finden.

Wir wollen unseren Kindern eine Welt ohne Müll hinterlassen. Dafür müssen wir noch sehr viel mehr tun. Unsere ersten Erfolge stimmen mich zuversichtlich, dass wir das schaffen.

Portrait Marc Boersch
Marc Boersch Vorstandsvorsitzender Nestlé Deutschland
  • Seit 2015 konnten wir 142.000 t Verpackungsmaterial komplett einsparen.
  • In Deutschland sind bereits 97 % unserer Materialien wiederverwertbar.
  • Wir investieren 2 Milliarden CHF in eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe.

Die fünf Säulen unserer Verpackungsstrategie

Unser Verpackungsinstitut ist das einzige Forschungsinstitut seiner Art in der Lebensmittelindustrie. Es wurde 2019 gegründet und beschäftigt rund 50 Verpackungsexpert:innen, die sich der Entwicklung der nächsten Generation nachhaltiger Verpackungsmaterialien widmen. Es trägt dazu bei, die Art und Weise, wie Verpackungen gestaltet werden, weiterzuentwickeln - von der Entwicklung wiederbefüllbarer oder wiederverwendbarer Verpackungssysteme bis hin zur Verwendung von vereinfachten oder recycelten Verpackungsmaterialien, Hochleistungsbarrierepapieren und biobasierten, kompostierbaren und biologisch abbaubaren Materialien.

Unsere Strategie stützt sich auf fünf Säulen:

  • Weniger Verpackung
    1. Verringerung des Einsatzes von Kunststoffverpackungen
    Wir wollen weniger Verpackungsmaterial verwenden. Das bedeutet auch weniger neue Kunststoffe. Unser Ziel ist es, bis 2025 auf ein Drittel weniger Neukunststoffe zu setzen. Wie machen wir das? Zum Beispiel verzichten wir auf unnötige Kunststoffdeckel und andere Umverpackungen.

    Oder wie in unserem Maggi Werk in Singen: Hier benutzen wir eine neue Schrumpffolie zum Verpacken unserer Produkte. Diese wird aus Folienabfällen aus dem Gelben Sack hergestellt – das ist richtig innovatives Recycling. Wie genau das funktioniert, erfahrt ihr hier.
    Weniger Verpackung
  • Verpackungssymbole
    2. Wiederverwendbare und nachfüllbare Systeme
    Unser Ziel ist weniger Einwegverpackungen. So arbeiten wir daran, auf nicht wiederverwertbare Kunststoffe zu verzichten und fördern innovative, alternative Lösungen. Wir haben zum Beispiel mehr als 20 Pilotprojekte in 12 Ländern für wiederverwendbare und wiederbefüllbare Verpackungssysteme durchgeführt.

    Verschiedene Lösungen sind bereits weltweit im Einsatz, wie ein unverpackter Lieferservice in Chile für „Purina Dog Chow“-Produkte, wiederverwendbare Behälter für Häagan-Dazs Eiscreme und für Nesquik Kakaopulver in Kanada. Solche wiederverwendbare Behälter gibt es auch für die Marken Ricoré und Chocapic Bio Cerealien in Frankreich. In vielen Ländern können sich Verbraucher:innen Nescafé und Milo Produkte aus wiederverwendbaren Spendern holen.

    Wir arbeiten an weiteren Lösungen, um unsere Verpackungen besser zu machen. Wir werden weiterhin mit unseren Handelspartnern zusammenarbeiten, um die Wiederverwendungs- und Nachfüllsysteme zu erweitern und auszubauen.
    Verpackungssymbole
  • Bessere Verpackungen
    3. Neugestaltung unseres Verpackungsmaterials
    Wir arbeiten mit Industriepartnern zusammen, um neue Verpackungsmaterialien und -lösungen zu entwickeln. Wir schauen uns in unserem gesamten Produktportfolio unsere Verpackungsmaterialien an und testen Alternativen, beispielsweise recycelbares Papier für die Verpackung von unseren Smarties Schokolinsen.

    Wir haben uns verpflichtet, dass mehr als 95 Prozent unserer Kunststoff-Verpackungen bis 2025 für das Recycling geeignet oder wiederverwendbar sind. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, 100 Prozent zu erreichen.
    Bessere Verpackungen
  • Bessere Systeme weltweit
    4. Unterstützung von Recycling-Infrastrukturen
    Langfristig wollen wir dazu beitragen, dass an unseren Standorten auf der ganzen Welt kein Plastik mehr in die Umwelt gelangt.

    In Deutschland haben wir eine gut ausgebaute Sammel-, Sortier- und Recyclinginfrastruktur. Das ist aber nicht überall auf der Welt der Fall. So unterstützen wir die Infrastruktur für das Sammeln, Sortieren und Recyceln in anderen Ländern.
    Bessere Systeme weltweit
  • Wertstofftonne
    5. Neue Verhaltensweisen fördern
    Plastikmüll ist ein Problem. Wir alle können etwas daran ändern – wir als Nestlé, als Verbraucher:innen, als Handelspartner:innen oder auch Lieferanten. Mehr dazu findet ihr hier.
    Wertstofftonne

Mit dem Institute of Packaging Sciences investiert Nestlé in die Weiterentwicklung von Verpackungen und sucht nach neuen Lösungen. Ein Potenzial das nicht nur Nestlé selbst helfen kann, sondern zugleich auch den größtmöglichen gesellschaftlichen Nutzen stiften sollte, indem die Erkenntnisse nicht exklusiv genutzt, sondern breit geteilt und zugänglich gemacht werden.

Dr. Florian Antony
Dr. Florian Antony Senior Researcher Produkte & Stoffströme am Öko-Institut und Mitglied im Experten- & NGO-Beirat von Nestlé Deutschland

Warum eigentlich Plastik?

Lebensmittel sind unser höchstes Gut – sie sind Gesundheit, Grundversorgung und Genuss. Damit wir jederzeit unsere hohen Qualitätsstandards von der Herstellung über den Supermarkt bis nach Hause einhalten können, müssen wir auf beste Verpackungen setzen. Plastik erfüllt diese Anforderungen meist zu 100 % und ist dabei auch noch bruchsicher, was den Transport deutlich erleichtert. Viele recycelte Verpackungen und alternative Materialien sind noch nicht für Lebensmittel geeignet, da sie den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechen. In unterschiedlichen Labors, Werkstätten und in unserem Nestlé Institute of Packaging Sciences arbeiten wir an alternativen Verpackungsmöglichkeiten.

 

Brauchen wir das wirklich alles?

Einfach mal drauf verzichten: Was für jeden Einzelnen leicht klingt, ist für uns eine riesen Aufgabe. Schließlich erfüllt jedes Teilchen einer Verpackung eine Aufgabe – von der Umverpackung bis zum Portionierer. Deshalb denken wir neu und entwickeln echte Alternativen, die mit weniger Material auskommen. Ein Anfang, um kontinuierlich die Auswirkungen unserer Verpackungen auf die Umwelt zu verbessern. Natürlich haben wir schon längst bei uns selbst angefangen: Alle 4.200 Nestlé Standorte weltweit haben sich verpflichtet, auf Einwegartikel aus Kunststoff, die nicht recycelt werden können, zu verzichten.

 

Steckt in Euren Verpackungen nicht mehr drinnen?

Plastik setzt sich aus mehreren einzelnen Materialien zusammen und jede aufbereitete Verpackung schützt somit nicht nur die Umwelt, sondern die Rohstoffe unserer Erde. Deshalb sind bereits heute nahezu alle unsere Verpackungen recyclingfähig und wir setzen mehr und mehr Recyclingmaterial ein. Weltweit werden wir alle unsere Verpackungen bis 2025 recyclingfähig oder wiederverwendbar machen.

Das funktioniert besonders gut in Ländern, wie Deutschland mit einem gut ausgebauten System zur Mülltrennung und zum Recycling. Diese Erfahrungen geben wir weiter und engagieren uns in Ländern mit fehlender Sammel-, Sortier- und Recycling-Infrastruktur aktiv für deren Entstehen. Mehr dazu findest du hier.

Und alle, die sich nicht sicher sind, ob unsere Produkte recyclebar sind, unterstützen wir mit den passenden Informationen. Zum Beispiel mit einer ganz eigenen Kampagne zum Recycling von Nespresso-Kapseln.

Klar, niemand möchte sich vorstellen, dass seine Lebensmittel in Verpackungen liegen, die schon einmal Müll waren. Damit recyceltes Material genauso hygienisch ist, wie neues Plastik, investieren wir 2 Milliarden Schweizer Franken in eine innovative Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe. Denn was bereits sehr gut für PET-Getränkeflaschen funktioniert, wollen wir weitertragen und etablieren.

Zusätzlich forschen wir am Nestlé Institute of Packaging Sciences und zusammen mit Start-ups an nachhaltigen Verpackungsmöglichkeiten. Denn nur gemeinsam können wir wirklich etwas verändern.

Im Bereich des wiederverwertbaren Plastiks wird gerade viel geforscht und entwickelt – auch wir arbeiten am Nestlé Institute of Packaging Sciences an neuen Lösungen und Produkten. Damit wir uns branchenweit austauschen können und ebenso verständlich darüber berichten können, dient uns Recyclat als allgemeiner Oberbegriff für recyceltes Verpackungsmaterial aus Kunststoff, dazu gehören unter anderem rPET und rPP.

Wichtig ist bei der Entwicklung neuer Materialien aus recyceltem Kunststoff, die Lebensmitteltauglichkeit. Also, dass die Verpackung sich nicht geschmacklich auf die Inhalte auswirkt, sie frisch und hygienisch hält und natürlich beim Transport ausreichend schützt. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür sind geschlossene Wertstoffkreisläufe, wie wir sie bisher hauptsächlich aus dem Pfandsystem für PET-Flaschen kennen.
Geht es nicht ohne Verpackung?
Natürlich würden wir am liebsten ganz auf Plastik verzichten, doch so einfach ist das leider nicht. Das Jahr 2020 hat gezeigt, wie wichtig Hygiene für unseren Alltag ist. Das gilt noch mehr für Lebensmittel, die einem besonderen Schutz und höchsten Qualitätsstandards unterliegen. Wir nehmen diese Anforderungen sehr ernst – und sehen sie dennoch nicht als Einschränkung bei der Suche nach neuen Lösungen zur Vermeidung von Plastik, sondern als Motivation. Weltweit investieren wir 2 Milliarden Schweizer Franken in eine innovative Kreislaufwirtschaft zum nachhaltigen Nutzen von Rohstoffen und Verpackungen.

Kein Müll gehört in die Umwelt oder in unsere Flüsse oder Meere. Das gilt heute, genauso wie in Zukunft. Deshalb setzen wir an erster Stelle auf Aufklärung: Zum Beispiel unterstützen wir zusammen mit dem Projekt STOP (Stop Ocean Plastics) Städte in Südostasien bei einer kreislauforientierten Abfallwirtschaft. Auf diese Weise kann aus den Kunststoffabfällen eine hohe Wertschöpfung generiert werden, was die Städte und die Umwelt vor Ort nachhaltig entlastet.

Was kann ich machen?
Jeder Einzelne kann mit gutem Beispiel voran gehen: Das fängt bei einer bewussten Auswahl im Supermarkt an. Schau genau hin, wie die Lebensmittel verpackt sind, ob es eine umweltfreundlichere Alternative oder ein Mehrwegsystem gibt.

Bleibe aufmerksam bis zum Ende und trenne zuhause deinen Müll, denn nur so kann er auch recycelt werden. Wenn du dir nicht sicher bist, wie du optimal zum Wertstoffkreislauf beitragen kannst, haben wir dir hier ein paar nützliche Fakten zusammengestellt.

Du hast eigene Ideen? Dann teile sie gerne mit uns. Denn nur gemeinsam können wir die Welt wirklich verändern.

Bildrechte: mülltrennung-wirkt.de

Rund um Verpackungen