Der große Wunsch nach Kochbüchern

Tag 6 – Aus dem Dschungel zurück in die Heimat

Die Nestlé Mitarbeiter steigen ins Flugzeug gen Heimat 

Bevor wir zurück nach Deutschland reisen – und endlich in den Genuss eines Eis kommen – haben wir noch eine letzte Station vor uns: Nestlé bezieht auch Vanille von einer Fairtrade zertifizierten Plantage in den Bergen hinter Sambava. Diese besuchen wir an unserem letzten Tag – und das bedeutet zweimal drei Stunden durch den Dschungel und über Straßen, die nicht als solche bezeichnet werden können.

Glücklicherweise sind wir mit drei Wagen unterwegs – da macht es nicht so viel aus, dass ein Wagen mit gebrochener Vorderachse liegen bleibt. Allerdings müssen zwei Kollegen die letzten Kilometer auf der Ladepritsche zurücklegen.

Vanille-Kooperation unterstützt Schulneubauten

Die Kooperative Fitama ist Fairtrade-zertifiziert
Die Kooperative Fitama liegt in den Bergen Madagaskars – etwa drei Stunden mit dem Auto von Sambava entfernt.

Die Kooperative Fitama wurde 2005 gegründet; seit 2007 besteht eine Zusammenarbeit mit unserem Lieferanten und mit Nestlé, seit 2009 ist die Kooperative zertifiziert. Bei der Gründung gab es ganze 63 Mitglieder, heute sind es etwa 700 – weiter wachsend. Von Prämien, die die Kooperative von den Lieferanten erhält, hat sie unter anderem drei Schulen und eine Bibliothek gebaut; eine Sanitätsstation ist in Vorbereitung. Über 500 Kinder gehen hier zur Schule, unterrichtet von 15 Lehrern, die überwiegend auch aus dem Dorf kommen. Ein vorzeigbarer Erfolg: Gut 90 Prozent der Kinder schließen die Schule erfolgreich ab. Und neugierig sind die Kinder auch – immer, wenn wir ein Foto gemacht haben, kamen sie an und wollten sich die Fotos anschauen – und amüsierten sich dabei köstlich. Auf unserer To-Do-Liste: Fotos ausdrucken und zuschicken.

Von Harry Potter bis zu Voltaire

Neugierige Schulkinder schauen Fotos der Nestlé Mitarbeiter an
Die Schulkinder freuen sich über den Besuch des Nestlé Teams und bestaunen jedes Foto.

Die Kooperative macht einen guten Eindruck – der Vorsitzende ist sehr engagiert und hat für die Zukunft noch viel vor. Die Häuser sind relativ gut gepflegt, ein Teil der Schulgebäude ganz neu. Die Bibliothekarin führt uns stolz durch ihre nagelneue Bücherei – Schulbücher in Französisch, Englisch und Spanisch in ordentlichen Reihen, dazu eine eindrucksvolle Sammlung von Romanen: Von Harry Potter bis zu Voltaire ist für jeden Geschmack etwas dabei. Was die Bibliothekarin sich wünscht: Kochbücher.

Um rechtzeitig vor der Dunkelheit wieder auf der „Hauptstraße“ zu sein, müssen wir uns leider bereits nach wenigen Stunden wieder auf den Rückweg machen. Also zurück zum Hotel, Koffer packen und am nächsten Morgen auf zum Flughafen. Von Sambava über Antananarivo nach Paris, von dort nach Nürnberg oder Frankfurt. Diesen letzten Beitrag schreiben wir am Flughafen von Antananarivo – und damit verabschieden wir uns von Madagaskar und freuen uns, wenn Euch unsere Berichte gefallen haben.

Bildrechte: Nestlé Deutschland AG

Arbeiter riechen an Vanilleschoten

Die perfekte Vanille

Es geht weiter nach Norden: Wir wollen uns die Plantage anschauen, von der die Vanille für unsere Produkte kommt – Vanille aus kontrolliertem und zertifiziertem Vertragsanbau. Doch der Weg zur Floribis-Plantage ist beschwerlich.

Arbeiter riechen an Vanilleschoten

Eine emotionale Erfahrung

Wir sind im Herzen des Vanille-Landes angekommen, in einem kleinen Dorf bei Sambava. Dort treffen wir Mitarbeiter einer Partnerorganisation, Vanillebauern und viele Kinder, die sich sehr über unseren Besuch freuen. Sie machen den Besuch zu unserer emotionalsten Erfahrung in Madagaskar.

Arbeiter riechen an Vanilleschoten

Von Vanilleanbau bis Kaninchenzucht

Vanilleanbau ist nicht die einzige Einnahmequelle der Menschen Madagaskars. Am dritten Tag unserer Reise haben wir uns Community-Programme angesehen, die unser Lieferant gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel: für zusätzliches Einkommen zu sorgen.

Arbeiter riechen an Vanilleschoten

Besuch bei einem Vanillelieferanten

Nach 8.500 Kilometern, 36 Stunden und zwei Flügen sind wir an unserem ersten Ziel angekommen: Der Distrikt Sava im Nordosten Madagaskars ist die Hauptanbauregion für Vanille – und der Sitz eines unserer Lieferanten.