Neue Partnerschaft: Nestlé und BirdLife Europe untersuchen gemeinsam, wie regenerative Landwirtschaft die Biodiversität stärkt

Feldvogel, der durch Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität unterstützt wird
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Eine wissenschaftlich fundierte Zusammenarbeit wird Feldvögel als verlässliche Indikatoren für Biodiversität nutzen 

Kurz zusammengefasst 

  • Nestlé und BirdLife Europe haben eine dreieinhalbjährige, wissenschaftlich fundierte Zusammenarbeit vereinbart, um zu messen, wie regenerative landwirtschaftliche Praktiken Biodiversität und die Wiederherstellung der Natur auf Europas landwirtschaftlichen Flächen unterstützen können. 
  • Feldvögel, Schmetterlinge und Wildbienen werden beobachtet und ihr Vorkommen auf regenerativ und konventionell bewirtschafteten Flächen verglichen. 
  • Die Ergebnisse werden dazu beitragen, zu bewerten, wie regenerative Landwirtschaft die Biodiversität fördern kann, und Erkenntnisse für die Unterstützung von Landwirt:innen sowie für Beschaffungsansätze liefern. 
  • Das Monitoring beginnt 2026 in Spanien gemeinsam mit SEO/BirdLife und baut auf der seit 2021 bestehenden Zusammenarbeit auf Milchviehbetrieben auf. In Polen erfolgt das Monitoring gemeinsam mit OTOP (BirdLife Poland). Belgien kommt 2027 in Zusammenarbeit mit Natuurpunt/Natagora hinzu.

Nestlé und BirdLife Europe haben eine dreieinhalbjährige Zusammenarbeit angekündigt, um die Auswirkungen ausgewählter Praktiken der regenerativen Landwirtschaft auf die Biodiversität in europäischen Agrarlandschaften und Lieferketten zu messen. Die Forschung wird untersuchen, ob diese Praktiken nachweisbare Vorteile für die Tierwelt bringen, die auf landwirtschaftlich genutzte Flächen angewiesen ist, und dabei helfen zu identifizieren, wo landwirtschaftliche Ansätze weiter gestärkt werden können.

Diese Frage ist relevant, weil es auf Europas Feldern stiller geworden ist. Laut dem Pan-European Common Bird Monitoring Scheme sind die Populationen von Feldvögeln in Europa zwischen 1980 und 2024 um 58 % zurückgegangen.¹ Die Intensivierung der Landwirtschaft ist der wichtigste Faktor, der mit diesem Rückgang in Verbindung gebracht wird. Für Nestlé ist regenerative Landwirtschaft ein Weg, um widerstandsfähige Lebensmittelsysteme zu unterstützen, indem sie darauf abzielt, Böden, Wasser und Biodiversität zu erhalten und wiederherzustellen, Kohlenstoff zu binden und die Lebensgrundlagen von Landwirt:innen zu unterstützen.

Es handelt sich um ein wissenschaftlich fundiertes Programm. Zu verstehen, wie der Wandel in der Landwirtschaft dazu beitragen kann, natürliche Ressourcen wiederherzustellen, ist entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Lieferketten und die langfristige Verfügbarkeit wichtiger Zutaten zu unterstützen. Für BirdLife sind Vögel ein verlässlicher Indikator für die Gesundheit der Umwelt und eine Möglichkeit, unter realen Bedingungen zu messen, welchen Beitrag regenerative Praktiken für Ökosysteme leisten.

Die Wissenschaft steht im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Auf den teilnehmenden landwirtschaftlichen Betrieben werden die nationalen Partner von BirdLife Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen mithilfe etablierter Erhebungsmethoden beobachten. Dabei sollen regenerativ und konventionell bewirtschaftete Felder unter vergleichbaren Bedingungen gegenübergestellt werden. Ziel ist es, im Laufe der Zeit ein vergleichbares Bild zu gewinnen, basierend auf denselben Standards, die auch zur Erfassung der europäischen Agrarvogelbestände eingesetzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Nestlé, BirdLife und den teilnehmenden Landwirt:innen helfen zu verstehen, welche Praktiken die besten Ergebnisse für die Biodiversität erzielen und wo Ansätze gegebenenfalls angepasst werden müssen.

„Wir möchten Landwirt:innen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, den richtigen Instrumenten und einem langfristigen Engagement unterstützen, so zu wirtschaften, dass sowohl die Natur als auch ihre Betriebe davon profitieren können. Dabei geht es darum, unvoreingenommen herauszufinden, was tatsächlich funktioniert. Vögel gehören zu den verlässlichsten Indikatoren, die uns die Natur geben kann. Gemeinsam mit BirdLife messen wir ausgewählte Vogelpopulationen in teilnehmenden europäischen Agrarregionen, um Veränderungen der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Betrieben besser bewerten zu können“, sagte Anita Wälz, Head of Sustainability and Corporate Communications, Nestlé Zone Europe.

„Die derzeitige intensive Landwirtschaft führt zu einem massiven Verlust an Biodiversität, laugt die Böden aus und erhöht rapide die Anfälligkeit der Landwirt:innen gegenüber dem Klimawandel. Ein grundlegender Wandel ist dringend erforderlich. Glücklicherweise erproben viele Landwirt:innen bereits neue Ansätze. Als wichtiger Akteur auf dem Lebensmittelmarkt kann Nestlé diesen Wandel unterstützen, benötigt dafür jedoch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, um zu wissen, welche Praktiken unterstützt werden sollten“, sagte Ariel Brunner, Director, BirdLife Europe and Central Asia.

Die Zusammenarbeit beginnt 2026 in Spanien und baut dort auf dem Biodiversitätsmonitoring auf, das Nestlé und SEO/BirdLife seit 2021 auf Milchviehbetrieben durchführen. In Polen erfolgt die Zusammenarbeit mit OTOP – BirdLife Polska. Belgien kommt 2027 in Zusammenarbeit mit Natuurpunt/Natagora hinzu. In jedem Markt wird die Arbeit gemeinsam mit und für lokale Landwirt:innen gestaltet, deren Wissen und Beteiligung für den Erfolg des Projekts von zentraler Bedeutung sind. 

¹ Update 2025, veröffentlicht am 15. Dezember 2025 vom Pan-European Common Bird Monitoring Scheme (PECBMS), das vom European Bird Census Council (EBCC) gemeinsam mit BirdLife durchgeführt wird. 

 

Häufig gestellte Fragen:

Wie fördert Nestlé Biodiversität durch regenerative Landwirtschaft?

Nestlé und BirdLife Europe haben im Oktober 2026 eine dreieinhalbjährige Zusammenarbeit vereinbart, um wissenschaftlich zu untersuchen, wie ausgewählte Praktiken der regenerativen Landwirtschaft Biodiversität und die Wiederherstellung der Natur auf europäischen Agrarflächen unterstützen können. Die Ergebnisse sollen auch zeigen, welche Praktiken besonders positive Auswirkungen auf die Biodiversität haben. 

Wie messen Nestlé und BirdLife Europe die Auswirkungen regenerativer Landwirtschaft auf die Biodiversität?

Auf teilnehmenden Betrieben beobachten die nationalen Partner von BirdLife Feldvögel, Schmetterlinge und Wildbienen mit etablierten Erhebungsmethoden. Dabei sollen regenerativ und konventionell bewirtschaftete Flächen unter vergleichbaren Bedingungen gegenübergestellt werden. 

Warum werden Feldvögel genutzt, um Biodiversität in der Landwirtschaft zu messen? 

Feldvögel gelten als verlässliche Indikatoren für die Gesundheit der Umwelt. Das ist besonders relevant, da die Populationen europäischer Feldvögel laut dem Pan-European Common Bird Monitoring Scheme zwischen 1980 und 2024 um 58 Prozent zurückgegangen sind. Die Intensivierung der Landwirtschaft wird dabei als wichtigster mit diesem Rückgang verbundener Faktor genannt. 

In welchen Ländern untersuchen Nestlé und BirdLife Europe regenerative Landwirtschaft und Biodiversität?

Das Monitoring startet 2026 in Spanien und Polen. In Spanien baut es auf dem Biodiversitätsmonitoring auf Milchviehbetrieben auf, das Nestlé und SEO/BirdLife bereits seit 2021 gemeinsam durchführen. Belgien kommt 2027 hinzu.


Pressekontakt

Isabel Hörnle Nestlé Deutschland AG
Isabel Hörnle
Tel.: 069 / 66 71 3682
E-Mail: [email protected]