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Man schaut auf sein Smartphone und der Kühlschrank sagt, was noch eingekauft werden müsste. Was wie Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Und die steht ganz im Zeichen der Vernetzung. Denn moderne Küchengadgets sehen nicht nur schick aus, sie können auch miteinander kommunizieren. Was dabei entsteht, ist ein vernetztes Ganzes – ein digitaler Berater. Doch wie genau funktioniert das? Ein Blick in die intelligente Küche von morgen.
Die Küche von morgen mit Technik von heute. Foto: Nestlé Deutschland AG

 

Die Küche der Zukunft hat große Ähnlichkeit mit dem Traumpartner: Er oder sie sieht wahnsinnig gut aus, ist extrem intelligent und geht immer auf unsere Bedürfnisse ein. Zudem weiß die Küche zu jeder Zeit, was gut für uns ist. Manchmal sogar besser als wir selbst. Dadurch, dass ihre Geräte im ständigen Austausch stehen, erleichtert sie uns das Leben. Das beginnt bereits beim Einkauf.

Ein Leben in Netzwerken: Smart Kitchen

Passend zum Traumpartner, die Traumvorstellung: An einem ganz normalen Sonntagabend zeigen sich die Auswirkungen des Wochenendes – im Kühlschrank herrscht langsam Leere. Cut. Nach einem anstrengenden Arbeitstag kommt man am Montagabend nach Hause. Wie von Wunderhand sind alle Vorräte aber nachgefüllt und genau mit den Lebensmitteln bestückt, die unser Feierabendglück perfekt machen. Ganz so weit sind wir zwar noch nicht, aber weit ist dieses Wunschszenario gar nicht entfernt. Wie sieht das Einkaufen und Kochen also aus? Werfen wir einen Blick in die nahe Zukunft.

Einkaufen the next generation

Wenn gekocht wird, kommen wir um einen Ausflug in den Supermarkt nicht herum. Und schon dort bekommen wir (in der nahen Zukunft) vermutlich Unterstützung: Die Shopping-App teilt uns mit, was wir einkaufen müssen. Sie ist mit der Rezept-App verknüpft und erstellt übersichtliche, nach Lebensmittelgruppen geordnete Einkaufslisten. Der Riesenvorteil: Das „Oje, ich habe die Milch vergessen“ gehört auf der Rückfahrt der Vergangenheit an.

Wenn die Liste erstmal erstellt ist, erinnert uns der persönliche Shopping-Assistent an den rechtzeitigen Einkauf. Und weil unser Shopping-Assistent einen umfassenden Blick auf alle Angebote wirft, zeigt er uns nicht nur die besten Produkte, sondern auch die preiswertesten. Dabei werden auch bestimmte Ernährungsformen berücksichtigt: Unseren Vorlieben entsprechend, werden uns beispielsweise kalorienreduzierte Alternativen oder Produkte ohne Laktose angezeigt. Der Einkauf lässt sich so den individuellen Bedürfnissen anpassen. Aus dem Kofferraum werden die Lebensmittel wie gehabt in den Kühlschrank geladen – mit einer Ausnahme: Damit wir einen genauen Überblick haben, werden Käse und Co. beim Umräumen erfasst. Das funktioniert zum Beispiel über RFID-Signale („radio-frequency identification" = Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen), die von kleinen stromlosen Sendern in den Verpackungen übermittelt werden. So sind wir immer über den Bestand in unserem hauseigenen Minilager im Bilde. Und wenn wir in unserem digitalen Lager stöbern, kommen die Inspirationen zum Kochen von ganz allein.

Kochen wie von selbst

Aber was passiert nach dem Pflichtprogramm im Supermarkt? Willkommen zur Kür und zu einem entspannten Kocherlebnis. Nehmen wir zum Beispiel den intelligenten Kochtopf: Er reguliert automatisch die Temperatur und behält mit Hilfe von Sensoren den Überblick. Der intelligente Kochtopf gart jede Art von Gemüse punktgenau. Ob Kartoffeln, Zucchini oder Möhren – harte Stücke oder verkochte Beilagen gehören in der Küche der Zukunft der Vergangenheit an. Positiver Nebeneffekt: Die Gerichte schmecken besser. Das kann auch dazu führen, dass wir weniger Lebensmittel wegwerfen.

Oder nehmen wir das Fleischthermometer, das bei Hobbyköchen bereits seinen Weg aus der professionellen Küche in den Haushalt gefunden hat. Mit dem Smartphone verbunden, warnt uns die App, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Eine enorme Erleichterung: Der ständige Blick auf das Thermometer fällt weg. Per Pushnachricht erfährt man: „Medium rare erreicht“. Und auch beim Abwiegen setzten Hersteller auf smarte Technik. Wie im Thermomix könnten die Rezepte zukünftig in der Arbeitsfläche hinterlegt sein. Ja genau, in der Arbeitsfläche der Küche. Man stellt nur noch eine Schüssel darauf und füllt nach und nach die Zutaten ein. Sensoren in der Arbeitsfläche registrieren das Gewicht und projizieren Zubereitsungshinweise neben die Schüssel.

Einer für alle, alle für einen: Die vernetzte Küche

Die Küche der Zukunft ist aber keineswegs nur eine Ansammlung von Einzelkönnern: Durch das Zusammenspiel der einzelnen Geräte und Apps unterstützt uns ein vernetztes Ensemble. Der Alltag wird durch das futuristische Zusammenspiel sehr viel leichter.

Nestlé Future Kitchen 
 

Die Shopping-App und die intelligente Ausbewahrungslösung ergänzen sich und spielen sich die Bälle zu. Stellen wir uns einen typischen Morgen unter der Woche vor: Aufstehen, duschen, Kaffee aufsetzen. Doch beim Griff zur Müslidose wird die Routine abrupt unterbrochen – da war doch was? Irgendwie ist die Information vom nahenden Ende der Müslivorräte untergegangen. Jetzt ist die Dose leer. Also ohne Frühstück ins Büro – keine optimale Lösung.

In der Küche der Zukunft wäre das nicht passiert. Sobald das intelligente Aufbewahrungsgefäß registriert, dass die Vorräte zur Neige gehen, sendet es eine Information ans Smartphone. Jetzt kommt die Einkaufs-App zum Einsatz. Entweder erinnert sie uns daran, dass wir noch einkaufen gehen müssen oder ordert die benötigten Lebensmittel automatisch selbst. So gelingt der Start in den Tag ganz sicher.

Ein weiterer Vorteil intelligenter Aufbewahrungssysteme ist die Möglichkeit, auf ablaufende Mindesthaltbarkeitsdaten hinzuweisen. Gerade für schnell verderbliche Lebensmittel sehr sinnvoll: Saure Milch und verdorbener Joghurt sind ab sofort passé. Man muss dadurch weniger wegwerfen. Die intelligente Küche reduziert also auch Lebensmittelabfälle und kann damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

 

In der Küche der Zukunft haben wir die Chance, eine Person zu Hause zu unterstützen in der Überlegung: Was koche ich heute Abend? Béatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende Nestlé Deutschland AG

 

Die Küche der Zukunft ist uns als Assistent einen kleinen aber praktischen Schritt voraus. Das unterstreicht auch Anke Stübing vom Nestlé Competence Center: „Solche persönlichen Assistenten sind mehr als ein intelligentes Tool. Sie sind ein unverzichtbarer Partner, der seinen Nutzer immer besser kennenlernt. So gibt er beispielsweise individuelle Ernährungstipps und macht Rezeptvorschläge.“

Die intelligente und vernetzte Küche hilft uns in allen Lebenslagen und auf vielfältige Art und Weise: Neben der Zeit- und Geldersparnis, ernähren wir uns gesünder und gehen mit unseren Lebensmitteln ressourcensparend um.

Was passiert eigentlich mit unseren Daten?

Damit die Küche der Zukunft funktioniert, gibt es eine Hürde: den Austausch von Daten zwischen den Komponenten. Denn eine smarte Küche ist nicht nur ein Gerät, dass sich aus der Ferne steuern lässt. Ihr Mehrwert entsteht, wenn die Geräte untereinander kommunizieren und Lösungen finden. Wie wird dieser Datenaustausch funktionieren? Und vor allem: Wie wird er reglementiert? Ein Feld, in dem es zukünftig noch Einiges zu klären gibt.

Aber trotz der fortschreitenden Vernetzung bleibt eine Person der Hauptakteur: der Mensch. Er ist der Kapitän, der die Befehle gibt. Die intelligente Küche führt sie als Steuermann nur aus. Dafür nutzt sie ein vielfältiges Netzwerk. So wird aus Networking Netcooking und aus der traditionellen Küche unser digitaler Berater. Willkommen in der Küche der Zukunft.