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Krummes Gemüse braucht keine Modelmaße

Wie Krumm Glücklich zum Gemüseretter wird
Krumm Glücklich Suppen
Krumm und manchmal ein wenig verwachsen. So sieht das Gemüse aus, das es nicht in den Supermarkt schafft. Schmecken tut es trotzdem. Deswegen haben wir uns bei Krumm Glücklich gefragt: Wie können wir diese einwandfreien Naturprodukte retten? Die Lösung: Suppe. Denn der kürzeste Weg zwischen Feld und Teller ist manchmal… krumm und lecker.
Jedes Jahr werden in Deutschland zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet und dienen so nicht ihrem ursprünglichen Zweck, unserer Ernährung. Das sind beispielsweise in privaten Haushalten pro Kopf und Jahr etwa 75 kg. Zu viel, wie ich finde. Auch außerhalb unserer Hausmülltonne entsteht natürlich Verschwendung. Beispiel: Gemüse. Je nach Sorte werden bis zu 25 Prozent schon bei der Ernte aussortiert. Aber warum? Ganz einfach, weil das Gemüse zum Beispiel nicht den gängigen optischen Normen entspricht. Karotten brechen manchmal bei der Ernte, Tomaten geraten zu dunkel, Erbsen bekommen „Sonnenbrand“ oder Brokkoli und Blumenkohl bekommen Hagelschäden.
Krummes Gemüse - Karotten

Gemüse retten: Von der Idee auf den Teller

Ungeliebtes Gemüse, das einfach aussortiert wird – das wollte ich ändern. Gemüse braucht manchmal eine zweite Chance. Schließlich schmeckt krummes Gemüse genauso gut wie gerades. „Krumm“ sehen wir dabei als Oberbegriff, der für jede Abweichung von der Norm steht. Also zogen wir los, sprachen mit Landwirt:innen und fanden schließlich in Schleswig-Holstein einen Partner, der sich auf unsere Idee einlassen wollte.

Solange eine Zutat genießbar und lecker ist, muss es möglich sein, sie zu verarbeiten.

Mit den passenden Rohstoffen im Gepäck ging es direkt in die Küche. Aber einfach nur eine Suppe zu kochen, das war uns zu wenig. Wir wollten, dass die geretteten Gemüse einen großen Auftritt bekommen. Mit pfiffigen Rezepten und einer Kommunikation, die sich ganz um sie dreht. So sind der „jubelnde Brokkoli“, die „krumme Karotte“ und die „lustige Tomate“ entstanden. Unsere kleinen Stars, die auf den Verpackungen einen richtig großen Auftritt bekommen. Jeder steht für eine Geschmacksrichtung:

  • Jubelnder Brokkoli triff Blumenkohl
  • Lustige Tomate & cremiger Ricotta
  • Krumme Karotte trifft orangenen Kürbis

Wann ist ein Gemüse noch gut genug?

Lieferant, gefunden. Rezepte, ebenfalls. Der Weg vom Feld ins Glas entpuppte sich aber trotzdem schwieriger als gedacht. Wer entscheidet zum Beispiel ob ein Gemüse noch gut genug ist für eine zweite Chance? In diesem Punkt können wir uns zum Glück auf die Expertise unserer Kolleg:innen bei Maggi verlassen. Die haben ein Auge für Qualität, selbst wenn diese abseits der Norm zu finden ist.

Produziert wird im Werk in Conow (Mecklenburg-Vorpommern). Die Kolleg:innen haben ihre ganze Erfahrung mit Suppen, Eintöpfen und schonender Verarbeitung eingebracht. Denn mit dem krummen Gemüse war es nicht immer einfach. Aber gemeinsam haben wir es geschafft. Ein weiterer positiver Aspekt: Mit den Feldern in Schleswig-Holstein und der Verarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern halten wir die Transportwege kurz. So leisten unsere krummen Stars sogar einen kleinen Beitrag fürs Klima. Darauf sind wir sehr stolz.

Und auch die „inneren Werte“ müssen stimmen. Neben den krummen Gemüsen kommen deshalb nur natürliche Zutaten ins Glas. Das Nährwertprofil kann sich ebenfalls sehen lassen. Alle drei Suppen haben einen Nutri-Score A oder B.

Nutri-Score Krumm Glücklich

Krumme Nummer mit Zukunft

Unsere Krummen Gemüse haben schon viele Fans gefunden. Wir nennen sie „Lecker Retter“. Im Gespräch mit ihnen konnten wir sehen, dass der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung viele Menschen bewegt. Sie machen sich Gedanken über die Zusammenhänge. Einige fragten zum Beispiel, weshalb wir die Suppen nicht günstiger als vergleichbare Produkte anbieten würden? Immerhin würden wir mit Lebensmitteln arbeiten, die sonst einfach aussortiert würden. Allerdings bekommen wir die Rohstoffe nicht günstiger. Und das ist auch gut so. Denn Anbau und Ernte kosten Geld. Der Aufwand für die Verarbeitung ist identisch, wegen der kleineren Mengen und zusätzlichen Sortierschritte eher noch etwas aufwändiger. Außerdem ist uns wichtig, die Erzeuger:innen und Lieferant:innen fair zu bezahlen. Nur dann lohnt sich Retten für alle.

Einige „Lecker Retter“ fragen auch, weshalb wir bei Maggi die geretteten Rohstoffe nicht einfach im normalen Sortiment verarbeiten. Das würden wir auch gerne, können es aber zurzeit noch nicht. Es fehlen die entsprechenden Prozesse und Erfahrungswerte. Wenn wir diese mit dem Retten gesammelt haben, wollen wir das Thema aber gezielt angehen. Denn der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung lebt von vielen kleinen Schritten. Krumm Glücklich ist so ein Schritt – auf den hoffentlich bald weitere folgen werden.