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Palmöl und Nachhaltigkeit, passt das zusammen? Ja, wenn man bei der Beschaffung genau hinguckt. Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt heißt hier auch: keine Waldrodung. Um das sicherzustellen, ist „Starling“ im Einsatz. Das System überwacht die Palmöl-Lieferkette von Nestlé per Satellit und ortet gerodete Waldflächen.


Ob in Kosmetik oder Lebensmitteln: In vielen Bereichen unseres Alltags begegnet uns Palmöl. Es wird aus den Früchten der Ölpalmen gewonnen und ist besonders ertragreich. Pro Hektar liefern die Palmen fünf- bis zehnmal so viel Öl wie andere Ölpflanzen. Die weltweite Nachfrage nach Palmöl ist allerdings enorm. Deswegen müssen in den Anbaugebieten neue Flächen erschlossen werden – leider geschieht das oft auch durch Waldrodung. Daran wollen wir bei Nestlé etwas ändern.

„Im Jahr 2010 haben wir uns verpflichtet, dass bis zum Jahr 2020 keines unserer Produkte weltweit mehr mit der Abholzung schützenswerter Wälder in Verbindung gebracht wird“, Magdi Batato, Executive Vice President und Head of Operations der Nestlé AG.

Regenwälder zu schützen, ist eine Frage der Teamarbeit

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit begleiten uns starke Partner. Etwa die weltweit tätige, gemeinnützige Organisation „Earthworm Foundation“ (ehemals TFT „The Forest Trust“). Seit 2010 hilft uns die EWF dabei, unsere Palmöl-Lieferkette zu verbessern. Und das ganzheitlich – von einzelnen Umweltaspekten bis zur Gesamtsituation vor Ort. Dieses Engagement trägt Früchte. 2017 waren zum Beispiel 63 Prozent der globalen Lieferkette für Palmöl von Nestlé frei von Rodungen.

Regenwälder zu schützen, ist eine Frage der TeamarbeitGenau hinschauen – ohne vor Ort zu sein

Wie kann man aber den Zustand der Wälder im Auge behalten, wenn die Gebiete sehr groß sind und man nicht immer vor Ort sein kann? An dieser Stelle kommt „Starling“ ins Spiel. Das System wurde von der EWF zusammen mit Airbus und dem Kartierungsspezialisten StarVision entwickelt. Die Idee dahinter: Per Satellit behält „Starling“ die Wälder im Auge.

Herzstück des Projekts sind zwei hochauflösende Satelliten von Airbus: SPOT 6 und SPOT 7. Beide sind für große geografische Regionen ausgelegt. Sie scannen permanent Bereiche in diesen Regionen, die genau festgelegt wurden. Ihre Aufzeichnungen sind dabei so detailliert, dass sich die Übergänge zwischen Wäldern, Plantagen und anderen Gebieten sehr gut abgrenzen lassen. Während die beiden Satelliten ihre Kreise ziehen, vergleicht eine Software nahezu in Echtzeit die gesammelten Bilder. Sobald sich hier die Grenzen der unterschiedlichen Gebiete verändern, schlägt das Programm Alarm.

Nestlé setzt als erstes globales Lebensmittelunternehmen „Starling“ ein – und bringt damit die Partnerschaft mit der EWF auf ein neues Level. „2010 haben wir unsere ‚No Deforestation‘-Reise mit Nestlé begonnen. Damals gab es keine Instrumente, mit denen die Lieferketten effektiv überwacht werden konnten. Eine Lösung musste her – und mit ‚Starling‘ haben wir sie gefunden“, erläutert Bastien Sachet von der EWF.

So arbeitet das „Starling“-System

So arbeitet das „Starling“-System 
 

Startschuss für die Satellitenüberwachung war 2018 – zunächst nur in der Region Perak in Malaysia. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Mittlerweile werden 100 Prozent der weltweiten Nestlé Lieferketten für Palmöl durch „Starling“ überwacht. So ist sichergestellt, dass in der gesamten Lieferkette keine Abholzung stattfindet.

Die Satellitenüberwachung unserer Palmöl-Lieferkette ist ein wichtiger Baustein für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion. Ein Baustein von vielen. Deswegen haben wir schon zwei neue Rohstoffe ins Auge gefasst: die Lieferketten für Zellstoff und Soja.