Zurück zu allen Storys
2 Minuten Lesezeit
Wie entsteht ein natürliches Mineralwasser? Eine Frage so simpel wie komplex. Denn Wasser ist nicht gleich Wasser. Auf der Suche nach Antworten sind wir eingetaucht in die Welt von Vittel – dem natürlichen Mineralwasser aus den französischen Vogesen. Was wir entdeckt haben? Ein einzigartiges Ökosystem, ein Naturschutzprogramm und ein Mineralwasser so einzigartig wie seine Umgebung.

Der Unterschied liegt im Detail. Für Mineralwasser gilt das allemal. Denn jede Sorte hat ein eigenes Profil, so auch Vittel. Doch was verleiht einem Wasser eigentlich seinen eigenen Charakter? In allererster Linie ist es der Ursprung. Also der Ort, an dem Quelle und Terroir, Untergrund und Oberfläche, Geologie und Ökologie zusammenfließen. Gemeinsam geben sie dem Wasser seine Mineralisierung. Sie filtern und prägen es. Kurz: Das gesamte Ökosystem macht das Wasser zu dem, was es ist.

Eine Geschichte aus dem Untergrund

Aller Anfang ist – tief. Zumindest bei Vittel. Denn das Wasser entsteht im Untergrund des Mittelgebirges. Über 15 Jahre hinweg bahnt es sich seinen Weg durch breite Schichten Vulkangestein. Eine lange Reise, die für den Charakter von Vittel unverzichtbar ist. Denn auf dieser Wanderschaft wird jeder Tropfen natürlich gefiltert. Außerdem wird es mit den wertvollen Mineralstoffen Calcium und Magnesium angereichert.

Am Ende steht ein ausgewogen mineralisiertes und natriumarmes Mineralwasser. Natürlich, einzigartig und auch schutzbedürftig. Genauso wie das Ökosystem, in dem es entsteht. Denn von der Bodenqualität, über die Pflanzen, die darauf wachsen, bis hin zu den Akteuren der Region – jede Veränderung beeinflusst auch das Wasser.

Was ist überhaupt „natürliches Mineralwasser“?

Mehr als 200 Einzeluntersuchungen muss ein Wasser bestehen, um als natürliches Mineralwasser anerkannt zu werden. Die Kriterien dafür regelt in Deutschland die Mineral- und Tafelwasserverordnung. Sie legt zum Beispiel fest, wie ein „natürliches Mineralwasser“ gewonnen, hergestellt und abgefüllt wird. Jedes Wasser der Welt muss diese Voraussetzungen erfüllen, um in Deutschland als natürliches Mineralwasser verkauft werden zu dürfen.

So wird die Quelle von Vittel geschützt

Wasserschutz ist also immer auch Quellschutz. Vittel hat dafür im Osten Frankreichs ein spezielles Gebiet errichtet. Auf 650 Hektar kontrollieren Hydrogeologen regelmäßig die Qualität der Böden. Täglich analysieren sie die physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Parameter des Erdreiches. Und nicht nur der Boden spielt eine wichtige Rolle. Auch das, was sich auf ihm abspielt, prägt das Wasser. Daher wird das oberirdische Umfeld ebenfalls streng kontrolliert. Bei mehr als 6.000 Hektar eine Mammutaufgabe. Doch der Aufwand lohnt sich. Denn wenn die Ursprünglichkeit des Terroirs bewahrt wird, kann die besondere Identität des Vittel-Wassers erhalten werden. Im Jahr 1992 wurde eigens dafür ein spezielles Schutzprogramm ins Leben gerufen: Agrivair.

Biodiversität und Naturschutz durch Nestlé Agrivair in Vittel

Was ist Agrivair?

„Gemeinsam erreichen wir mehr“ – das ist der Geist von Agrivair, einer Initiative von Vittel. Seit nunmehr 25 Jahren unterstützt sie die Bauern in der Quellregion beim nachhaltigen Wirtschaften, um die vielen Einflussfaktoren auf die Quelle des natürlichen Mineralwassers zu schützen. Und das mit Erfolg: über 80 % der Farmer in der Region in den Vogesen haben mittlerweile auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Davon profitieren sie auch selbst. Denn ihre Felder können länger und ertragreicher bestellt werden. Neben den Bauernhöfen und Wäldern ist das auch gut für das Grundwasser. Doch Agrivair kann noch viel mehr erreichen.

So trägt Agrivair unter anderem zum Quellschutz in Vittel bei

  • Pflanzenschutz: Die Bauern der Region verzichten auf umweltschädliche Pflanzenschutzmittel.
  • Natürliche Schädlingsbekämpfung: Die Lieblingsnahrung von Marienkäfern sind Pflanzenschädlinge. In nur 48 Stunden befreien sie eine Pflanze vollständig von Parasiten. In der Quellregion von Vittel werden die Käfer deshalb kontrolliert in die Natur entlassen.
  • Fruchtwahl: Anstelle von bodenbelastendem Mais werden Luzerne als Futtermittel angebaut.
  • Oberflächenwasser: Um den Boden zu schützen, sind ausgesuchte Straßen der Region mit Geomembranen unterlegt. So kann entlang der Verkehrswege das häufig bleihaltige Wasser nicht einfach in den Boden sickern.
  • Viehzucht: Pro Hektar Land wird nur noch ein Rind in der Viehzucht gehalten.
  • Gartenbau: Selbst Kleingärtner sind von dem Agrivair-Geist beflügelt und setzen inzwischen mehrheitlich auf biologischen Gartenbau.
  • Bäume: Vittel pflanzt seit Jahren zusammen mit den lokalen Partnern neue Bäume und setzt sich für die Pflege des Bestandes ein. Die Gewächse wirken wie natürliche Regulatoren beim Grundwasserschutz. Zudem helfen sie dabei, die Qualität der Böden zu sichern und das Ökosystem in Balance zu halten.

Was muss bei der Abfüllung eines natürlichen Mineralwassers beachtet werden?

Um die natürliche Reinheit eines Mineralwassers vom unterirdischen Ursprung bis in die Flasche sicherzustellen, muss es direkt an der Quelle abgefüllt werden. Dabei gelten bis ins kleinste Detail strenge Sicherheits- und Hygienestandards. Die leeren Wasserflaschen dürfen zum Beispiel nicht mit der Hand angefasst werden. Denn das könnte sie mit Keimen und Bakterien verunreinigen. Deshalb kommen in Vittel hochmoderne und vollautomatische Abfüllanlagen zum Einsatz. Außerdem achten Experten darauf, dass der gesamte Abfüllungsprozess immer wieder mikrobiologisch untersucht wird. Zusätzlich wird das natürliche Mineralwasser von den Behörden analysiert, bevor es vom französischen Vittel aus auf den deutschen Markt gelangt.

Welche Angaben müssen auf einer Wasserflasche zu finden sein?

Ist das Wasser erst einmal importiert, ist es nur noch ein letzter Schritt, bis das natürliche Mineralwasser im Supermarkt und schließlich bei uns im Glas landet. Für den Verkauf in Deutschland ist nämlich die korrekte und vollständige Kennzeichnung auf dem Etikett jeder Wasserflasche vorausgesetzt. Dort muss beispielsweise auf den ersten Blick zu erkennen sein, von wem das Mineralwasser abgefüllt wurde und aus welcher Quelle es stammt. Bei Vittel steht bereits seit 1882: „VITTEL – Natürliches Mineralwasser, Bonne Source, Vittel/Vogesen (Frankreich)“.