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Damit es weiter summt und brummt: EU Life Projekt „Insektenfördernde Regionen“ gestartet

EU Life Projekt

Quelle: Global Nature Fund

Gemeinsam mit Partner:innen setzt sich Nestlé Deutschland für mehr Artenvielfalt ein.

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Frankfurt am Main,

Die Aussaat für neue Blühflächen ist gemacht, bald werden die ersten Bäume gepflanzt: Das EU Life Projekt „Insektenfördernde Regionen“ ist nun in allen sieben deutschen Pilotregionen gestartet. Die Bodensee-Stiftung hat das von der EU-Kommission geförderte Projekt zusammen mit Nestlé Deutschland, Global Nature Fund, dem Netzwerk Blühende Landschaft und der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ins Leben gerufen.

Das gemeinsame Ziel aller Partner: Insekten und biologische Vielfalt nachhaltig fördern und schützen – und dafür konkrete Maßnahmen auf die Fläche bringen. Denn: „Etwa 48 Prozent der Wildbienenarten in Deutschland sind bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Auch die Zahl der Insekten auf und im Boden hat rasant abgenommen“, erklärt Andrea Schwalber, Nachhaltigkeitsexpertin bei Nestlé Deutschland. „Verstummt das Summen von Biene, Hummel und Co., hat das fatale Folgen für die Lebensmittelwirtschaft. Drei Viertel der globalen Nahrungspflanzenarten sind von Bestäubern abhängig.“ Im Projekt werden wirkungsvolle Maßnahmen, Systeme und Monitoring Tools zum Insektenschutz getestet und optimiert. Dabei sollen auch neue innovative Ansätze ausprobiert werden.

Blühflächen, Bäume und weniger Pestizide helfen Insekten und sorgen für gesündere Böden

Um neuen Lebensraum und Nahrungsquellen für Insekten zu schaffen, hat das Projektteam insbesondere landwirtschaftliche Nutzflächen im Blick. „Wir überlegen, wo und wie wir einen Mehrwert für Insekten in der Landschaft und auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche schaffen können. Unter anderem gehören hier Maßnahmen wie blühende Untersaaten in Getreide und Mais, aber auch die verstärkte Nutzung von organischem Dünger“, erzählt Tobias Ludes vom Global Nature Fund. „Zudem achten wir darauf, genügend ökologische Strukturen einzurichten, zum Beispiel Brachen, Blühflächen oder Bäume. Dadurch schaffen wir Lebensraum für Vögel, Insekten und Pflanzen. Das ist nicht nur gut für die Artenvielfalt, sondern auch für das Klima.“ Auch neuere landwirtschaftliche Techniken sollen genutzt werden, zum Beispiel Meteo-Stationen auf dem Feld, die die Feuchtigkeit des Bodens messen und Wetterprognosen einbeziehen.

Das Arbeitsprinzip: alle Beteiligten der Region an einen Tisch bringen

Um Insektenschutz auf die Fläche zu bringen, fokussiert sich die Arbeit auf die wichtigsten Landnutzer:innen in der Region: Kommunen, Unternehmen, Verbände und Landwirtschaft. Gemeinsam erarbeiten Vertreter:innen dieser Stakeholder– allen voran der Landwirtschaft – einen regionalen Biodiversity Action Plan (BAP). Die landwirtschaftlichen Betriebe tragen mit einem betriebsspezifischen BAP zu den Zielen bei. Ein sogenanntes Biodiversity Performance Tool unterstützt die Landwirt:innen bei der Überprüfung der Maßnahmen. Die regionalen Arbeitsgruppen überwachen die Entwicklung in den Regionen mit Hilfe eines Monitoringsystems. So wird deutlich, ob die gewählten Maßnahmen effektiv und erfolgreich sind und wo noch optimiert werden muss. Das Monitoring dient auch als Nachweis für die erreichten Ziele, insbesondere für die EU als Projektförderer.

Nestlé Lieferanten aus Wendland und Bliesgau nehmen am Projekt teil

Nestlé Deutschland ist gemeinsam mit dem Global Nature Fund in zwei Regionen im Projekt aktiv. Im niedersächsischen Wendland setzt Kräuter- und Gemüselieferant Steinicke, einer von mehr als 500 Rohstofflieferanten von Nestlé Deutschland, mit elf Partner-Landwirt:innen unter anderem auf Blühstreifen, Bäume und Bodenerhaltung durch Brachflächen. Viele der hier angebauten Kräuter gelangen vom Feld bis in die Maggi-Produkte. Im saarländischen Bliesgau startet Nestlé Lieferant Bliesmühle mit zunächst fünf Landwirt:innen, die Weizen für den Teig der Nestlé Wagner Pizza liefern. Auch hier entstehen neue Blühflächen, außerdem sollen Bäume und überwinternde Zwischenfrüchte für biologische Vielfalt und Bodengesundheit sorgen.

„Gemeinsam mit unseren Lieferant:innen und Landwirt:innen wollen wir möglichst viel Artenvielfalt auf die Fläche bringen und mit regenerativen landwirtschaftlichen Methoden gesunde, widerstandsfähige Böden fördern“, sagt Andrea Schwalber und ergänzt: „Das EU Life-Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg hin zu unseren übergreifenden Klimazielen.“ Bis 2025 will Nestlé weltweit 20 Prozent ihrer wichtigsten Rohstoffe aus regenerativer Landwirtschaft beziehen. Bis 2030 sollen es schon 50 Prozent sein. Das Unternehmen investiert dafür allein bis 2025 1,2 Milliarden Schweizer Franken.

Maßnahmen sollen auf Regionen in ganz Europa übertragbar sein

„Wir arbeiten schon lange daran, dass die Landwirtschaft Teil der Lösung für den Artenschutz wird. Im EU Life-Projekt bringen alle Partner ihr wertvolles Fachwissen ein. Denn nur gemeinsam können wir den Schutz der Biodiversität schnell auf die Fläche bringen“, sagt Marion Hammel, Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung. „Die gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen aus den einzelnen Pilotregionen sollen auf ganz Deutschland und Regionen in Europa übertragen werden und auch in entsprechende Förderprogramme einfließen. Dann können wir die Herausforderung, von Pilotprojekten in die Fläche zu kommen, meistern.“

Das Gesamtbudget des vierjährigen EU Life-Projekts liegt bei 3,4 Millionen Euro. Mehr Informationen liefert die Projekt-Website.

Ausführliche Infos zu den Nestlé-Klimazielen gibt es hier: Für den Klimaschutz zur „Grünen Null" 2050 | Nestlé (nestle.de)


Pressekontakt

Sandra Sannert Nestlé Deutschland AG
Sandra Sannert
Tel.: (0 69) 6671 3795
E-Mail: [email protected]