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PET-Flaschen: Viel nachhaltiger als ihr Ruf

Recycling PET-Flaschen

Kunststoff in PET-Flaschen zu 100 % recycelbar

Für viele Endverbraucher ist Mineralwasser aus der PET-Flasche (Polyethylenterephthalat) die beste Lösung für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise im Alltag: PET-Flaschen schützen das darin enthaltene Wasser und besonders unterwegs sind sie extrem praktisch. Die Flaschen sind leicht, robust und bruchfest und deshalb für viele Konsumenten ein täglicher Begleiter bei Arbeit, Freizeit und Sport oder in der Schule. Allerdings stehen die Kunststoffflaschen auch immer wieder in der Kritik und die berechtigte Frage lautet: Was passiert mit den gebrauchten Flaschen?

So viel steht fest: PET-Flaschen sind nachhaltiger als ihr Ruf. Zum einen, weil sie als Leichtgewicht bei längeren Transportwegen häufig eine bessere Umweltbilanz aufweisen als Glasflaschen. Zum anderen weil PET zu 100 % recycelbar ist und schon heute hervorragend als Wertstoff genutzt wird. Nicht nur um wieder neue Flaschen herzustellen, sondern unter anderem als Rohstoff für Branchen, in denen kein so gut funktionierendes Kreislaufsystem besteht – beispielsweise in der Textilindustrie oder für Verpackungsmaterial für Reinigungsmittel.

Junge mit PET Flasche

Um den Wertstoffkreislauf vollständig zu schließen, ist es allerdings optimal, aus recyceltem PET wieder neue PET-Flaschen zu produzieren. Unser Ziel mit Nestlé Waters ist es, in all unseren Flaschen global bis 2025 mindestens 50 % recyceltes Material einzusetzen.

Klar, dass Recycling nur funktioniert, wenn alle mitmachen. Das heißt, Konsumenten müssen verstehen, dass leere PET-Flaschen kein Müll, sondern ein wichtiger Wertstoff sind und ihr Altplastik auf dem richtigen Weg entsorgen. In Deutschland klappt dies mit dem Pfandsystem sehr gut. Fast alle PET-Flaschen werden hierzulande recycelt.

Immer weniger Plastik verbrauchen und neue Wege im Kunststoff-Recycling nutzen

Ziel von Vittel ist es, von vorne herein immer weniger Plastik zu verbrauchen und in neue Kunststoff-Alternativen zu investieren. So hat Vittel es zum Beispiel geschafft, das Gewicht einer 1,5-Liter-PET-Flasche Vittel in den letzten 25 Jahren um rund 40 % von 43 auf 26 Gramm zu reduzieren.

Auch beim Thema Biorecycling geht es bei Vittel mit großen Schritten voran. Nestlé Waters hat sich einem Verbund angeschlossen, der das „enzymatische Biorecycling“ fördert: Die vom Unternehmen Carbios entwickelte und patentierte Technik beruht auf der Bearbeitung von PET und Polyester-Fasern durch spezielle Enzyme. Wir wollen, dass PET mit der neuen Biotechnologie schon bald unendlich recycelbar sein wird, ohne an Qualität zu verlieren.


Mit Einwegpfand auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft

Recyclingquote

Fast alle PET-Flaschen in Deutschland kommen zurück

Zur Idee der Kreislaufwirtschaft gehört es, dass Abfälle verwertet und enthaltene Rohstoffe wiederverwendet werden. Dafür bietet die PET-Flasche beste Voraussetzungen, denn sie ist zu 100 % recycelbar. Nestlé setzt sich durch gezielte Projekte dafür ein, dass PET-Flaschen auf der ganzen Welt über Mülltrennung und nationale Sammelsysteme richtig entsorgt werden. Denn nur so ist ein flächendeckendes Recycling möglich. In Deutschland sind die Voraussetzungen dafür gut. Durch das Einwegpfand von 25 Cent kommen 97 % der leeren Flaschen über den Handel zurück ins System und werden recycelt. Mehr als ein Drittel des recycelten PETs wird wieder zu neuen Flaschen verarbeitet, die zum Beispiel mit Vittel befüllt werden.

400.000 Flaschen pro LKW in Richtung Recyclingwerk

Die meisten Verbraucher hierzulande kennen das Geräusch am Rückgabeautomaten im Supermarkt: Die PET-Einwegflaschen werden hier in der Regel sofort zusammengepresst. Anschließend formt man sie in Zentrallagern zu platzsparenden Ballen. Ein Recyclingunternehmen holt den Kunststoff ab und bringt ihn zum Recyclingwerk. Durch das extreme Zusammenpressen der Altflaschen können auf einem Lastkraftwagen rund 400.000 PET-Flaschen transportiert werden. Damit ist PET gegenüber Glas klar im Vorteil: Ein LKW mit zurückgegebenen PET-Flaschen entspricht 26 LKWs mit Glaspfandflaschen. Das sorgt für weniger CO2-Ausstoß und mehr Nachhaltigkeit beim Rücktransport. Im Recyclingwerk angekommen, wird aus dem gesammelten Kunststoff Plastikgranulat gemacht – das sogenannte Recyclat (auch Rezyklat). Recyclat kann man unter anderem zur Herstellung von neuen PET-Flaschen nutzen.

Schon gewusst?

Aufklärung und Kennzeichnung für Verbraucher

Bisher wird nur etwa die Hälfte aller PET-Flachen weltweit recycelt. Nestlé möchte, dass sich dies ändert und auch außerhalb von Deutschland keine Plastikflaschen in der Natur landen, sondern gesammelt und wiederverwertet werden. Aus diesem Grund ist Nestlé Mitglied der New Plastics Economy, einer Initiative, die von der Ellen Mac Arthur-Stiftung und den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Unter anderem macht sich das Programm dafür stark, dass produziertes Plastik von den Verbrauchern richtig entsorgt wird, etwa mit Hilfe von gezielter Aufklärung und klaren Kennzeichnungen.


Von PET zu 100 % recyceltem PET

Aus Altplastik mach neu

Aus jeder leeren, eingesammelten Plastikflasche wird eine neue Plastikflasche für Mineralwasser – das ist das Ziel von Vittel. Machbar ist das mit recyceltem PET, kurz rPET genannt. Bestes Beispiel dafür ist die 0,75-Liter-Flasche von Vittel, die schon heute in Deutschlands Ladenregalen steht. Sie ist zu 100 % aus rPET hergestellt. Noch 2020 stellt Vittel hierzulande auch die 0,5-Liter- und 0,33-Liter-Flaschen von derzeit 35 % auf 100 % rPET um. Doch das alles ist erst der Anfang: Ab 2022 wird es Vittel deutschlandweit nur noch in Flaschen aus 100 % recyceltem PET geben.

PET Kreislauf

 

Mit rPET bekommt die Kunststoffflasche ein vollständig neues Leben

Recycling-PET oder rPET wird aus alten PET-Flaschen und damit aus hochwertigem, gebrauchtem PET produziert. Die leeren PET-Flaschen werden gesammelt, gereinigt und zu PET-Flakes zerkleinert. Anschließend wird das Material geschmolzen und vollständig zu neuen Flaschen verarbeitet. Entscheidend ist, dass das recycelte Material den hohen Ansprüchen für Lebensmittelverpackungen genügt und damit wiederum die gleiche gute Qualität wie PET hat. Die Verwendung von rPET hat eine besonders gute Umweltbilanz, da das Material schon einen Produktlebenszyklus hinter sich hat. Für Flaschen, die zu 100 % aus recyceltem PET produziert werden, ist kein zusätzlicher, neuer Kunststoff mehr notwendig. Der Wertstoffkreislauf ist damit vollständig geschlossen.

Deutschland ist in Sachen rPET einer der Vorreiter. Nicht zuletzt aufgrund des hier besonders gut funktionierenden Einwegpfand-Systems.