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Fünf digitale Ernährungsmythen im Check

Online-Shopping und die Informationsflut im Internet

Online-Shopping und die Informationsflut im Internet


  • Mythos: „Lebensmittel werden jetzt vor allem online bestellt.“ Von wegen!
  • Mythos: „Essen bestellen wir über Liefer-Apps.“ Wirklich?
  • Mythos: „Jugendliche holen sich Ernährungstipps nur noch bei YouTube, Instagram und Co.“ Wir schauen genau hin.
  • Mythos: „Smartphone beim Essen: Für die Generation Z geht nichts mehr ohne.“ Stimmt das?
  • Mythos: „Reizüberflutung: Das Angebot an Ernährungsinformationen überfordert uns.“ Wir räumen mit dem Vorurteil auf.

Schöne neue Essenswelt: Die aktuelle Nestlé Ernährungsstudie räumt mit fünf Mythen der Digitalisierung auf. Seit zwölf Jahren gibt es das iPhone in Deutschland. Immer und überall online sein, Social Media und Apps – das Smartphone hat in dieser Zeit unsere Kommunikation grundlegend verändert. Aber gilt das auch für unsere Ernährung?


1. Mythos:
Lebensmittel werden jetzt vor allem online bestellt.


Weit gefehlt. Was für Kleidung und viele andere Artikel fast schon normal ist, hat sich bei den Nahrungsmitteln noch nicht etabliert. Gerade einmal zwölf Prozent der deutschen Bevölkerung gab an, schon mal im Internet Lebensmittel bestellt zu haben. Wenn es um Lebensmittel geht, haben Supermärkte also weiterhin die Nase vorne.










2. Mythos:
Essen bestellen wir über Liefer-Apps.


Essen nach Hause liefern lassen? Schon bei dieser grundsätzlichen Frage scheinen die Menschen in Deutschland nicht überschwänglich zu reagieren. Nur drei Prozent lassen sich häufig Pizza, Sushi und Co. nach Hause bringen. 20 Prozent nutzen diesen Service gelegentlich und 35 Prozent sogar eher selten. Und wie wird bestellt? Zwar gehören in Großstädten die Lieferfahrer mit ihren Thermorucksäcken fast schon zum Stadtbild. Lediglich elf Prozent der Nutzer geben allerdings an, dass sie regelmäßig über Lieferplattformen bestellen. 66 Prozent rufen stattdessen lieber direkt bei ihrem Lieblingsrestaurant an.







3. Mythos:
Jugendliche holen sich Ernährungstipps nur noch bei YouTube, Instagram und Co.


Wer hat in puncto Ernährung den größten Einfluss: die Eltern oder Social Media? 79 Prozent der Eltern sehen sich in der Führungsrolle. Und siehe da – auch die Jugendlichen stimmen dem zu. 80 Prozent der 14- bis 19-Jährigen nennen die Eltern als wichtigsten Orientierungspunkt bei der Ernährung. Gegen Mama als Influencer hat die Konkurrenz auf Youtube und Instagram scheinbar kaum eine Chance. Nur 29 Prozent der 14- bis 19-jährigen Teenager schauen sich Social-Media-Kanäle zum Thema Ernährung an. Elf Prozent geben, sich von den Inhalten dort in ihrem Ernährungsverhalten beeinflussen zu lassen. Social Media nutzen Jugendliche vielmehr dafür, um beim Thema Foodtrends up-to-date zu sein. Schließlich will man im Freundeskreis mitreden können.





4. Mythos:
Smartphone beim Essen: Für die Generation Z geht nichts mehr ohne.


Always on – nichts geht mehr ohne das Smartphone. Dieses Verhalten wird gerne der Generation Z zugeschrieben, also den Jugendlichen mit Geburtsjahren zwischen 2000 und 2005. Sie sind die erste Generation, denen das Handy quasi in die Wiege gelegt wurde. Was sagt die Nestlé Ernährungsstudie dazu? 65 Prozent der 14- bis 19-Jährigen geben an, dass bei den Essen im Kreis der Familie häufiger bzw. gelegentlich aufs Handy geschaut wird. Allerdings: Bei den 20- bis 29-Jährigen geben sogar 73 Prozent dieselbe Antwort. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es immerhin 59 Prozent. Die Ablenkung durchs Handy ist also gar nicht so spezifisch für die Generation Z, sondern betrifft fast alle Altersgruppen. Fotos von ihrem Essen posten übrigens vor allem die Millennials (37 Prozent), also die 20-29-jährigen. Erst dahinter folgt die Generation Z mit 31 Prozent.



5. Mythos:
Reizüberflutung: Das Angebot an Ernährungsinformationen überfordert uns.


Ein Klick und wir sind schlauer. Dank des Internets haben wir Zugang zu einer unfassbaren Menge an Informationen – auch zu allen Fragen der Ernährung. Dazu Talks im Fernsehen oder Reportagen und Tipps in Magazinen. Ernährung ist einfach überall. Tatsächlich haben 34 Prozent der Menschen in Deutschland deshalb das Gefühl, dass zu viele Informationen auf sie einströmen. Die gute Nachricht: Mit 46 Prozent fühlt ein Großteil der Befragten ganz und gar keine Überforderung durch die Menge an Informationen. Dafür drückt der Schuh an einer anderen Stelle. Denn 75 Prozent haben Schwierigkeiten damit, die Seriosität von Quellen einzuschätzen.

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