Deshalb ist Biodiversität ein wichtiges Thema für Nestlé

Engagement für die biologische Vielfalt

Der Erhalt von Biodiversität ist für Nestlé Deutschland ein zentrales Anliegen, da intakte Ökosysteme, Artenvielfalt und Bodenbiodiversität wesentliche Grundlagen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion darstellen. Das Unternehmen fördert verschiedene Projekte in Spanien, Italien und Deutschland, sowohl in den Bereichen Gemüse als auch Weizen. Wesentliche Erkenntnisse aus der Projektarbeit sind in die „Responsible Sourcing Guidelines for Vegetables“ eingeflossen. Die Erfahrungen dienen künftig als Grundlage für die Zusammenarbeit mit weiteren Lieferanten, die davon profitieren sollen.

Biene

Responsible Sourcing Guidelines for Vegetables

Die Guideline wurde seit 2014 von der NGO Fundacion Global Natur (FGN) im Auftrag von Maggi erarbeitet und beschäftigte sich zunächst mit der Optimierung des Tomatenanbaus. Im Laufe des Jahres 2015 arbeitete die FGN mit 50 Landwirten in der spanischen Extremadura zusammen, die 80 Felder mit einer Ausdehnung von rund 1.300 Hektar bewirtschaften. In der Zusammenarbeit wurden die aktuellen Umweltpraktiken beurteilt und Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen. Erstes Ergebnis war, dass die Umweltstandards bereits sehr gut waren und sich die Branche dem Umweltschutz verpflichtet fühlt. Im weiteren Verlauf wählten die FGN und der Lieferant CONESA eine repräsentative Gruppe von Landwirten aus, die die gemeinsam ausgewählten neuen Umweltmaßnahmen umgesetzt und dokumentiert haben. Dazu gehören auch Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität. Die protokollierten Ergebnisse bildeten die Grundlage für das Handbuch. Ab 2018 sollen die Erkenntnisse mit allen Tomatenlieferanten und weiteren deutschen Gemüselieferanten sukzessive umgesetzt werden.

Getreidefeld/Getty Images

Zwei Initiativen zum Schutz der biologischen Vielfalt

Mit zwei Initiativen, die beide mit der FGN umgesetzt werden, unterstreicht Nestlé seinen Einsatz für mehr Artenvielfalt. In der Region Extremadura werden von Maggi seit 2016 nachhaltige Methoden im Tomatenanbau gefördert und gleichzeitig Maßnahmen umgesetzt, die der Artenvielfalt zugutekommen. Im italienischen Piacenza setzt sich Nestlé Wagner dafür ein, der intensiven landwirtschaftlichen Flächennutzung etwas entgegenzusetzen und die natürliche Artenvielfalt zu unterstützen. Zu den geförderten Maßnahmen an beiden Standorten zählen beispielsweise Nisthilfen für Fledermäuse, weil diese als natürliche Feinde gegen Schädlinge wirken und so den Einsatz von Pestiziden verringern helfen. Über das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern wird Lebensraum für Insekten geschaffen. Außerdem spielen Bäume eine wichtige Rolle für die Wasserqualität, da sie den Abfluss von Düngemitteln in den jeweils angrenzenden Fluss verhindern.

Kühe

EU LIFE Projekt

Das EU LIFE Projekt „Biodiversitätskriterien in Standards und Labels der Lebensmittelbranche“ wird unter anderem vom Global Nature Fund und der Bodensee Stiftung durchgeführt und hat das Ziel, den Schutz der Biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft zu verbessern. Die EU-weite Initiative richtet sich an Standards und Labels für die Lebensmittelbranche sowie Unternehmen mit eigenen Anforderungen an Erzeuger und Lieferanten. Im Kontext des EU Life Projektes hat sich Nestlé bereit erklärt, Erzeuger in einem Pilotprojekt einzubinden und mittelfristig die Anforderungen an den Schutz der Biodiversität für Lieferanten und Erzeuger zu verbessern. 2018 werden zwei Weizenlieferanten von Nestlé als Pilotbetriebe eingebunden. Zum Schutz der Biodiversität setzen Betriebe Maßnahmen aus einer Liste an Empfehlungen um, die im Rahmen des Projektes erarbeitet wurde. Die Maßnahmen werden dokumentiert und ihre Wirkung anhand von wenigen praktischen Kennzahlen und Indikatoren evaluiert. Durch die Anwendung eines sogenannten Biodiversity Performance Tools steht landwirtschaftlichen Betrieben ein Instrument zur Verfügung, das die Implementierung bestimmter Umweltmaßnahmen auf seine Relevanz im gegebenen Kontext prüft und somit eine Entscheidungshilfe für den Landwirt darstellt. Ziel ist es, bis März 2019 abgestimmte Vorschläge zur Verbesserung des Schutzes der Biologischen Vielfalt bei zwei Betrieben präsentieren zu können und letztlich die Nestlé-Lieferanten und –Erzeuger zu sensibilisieren und informieren. Nestlé wird außerdem die im Projekt erarbeiteten Fortbildungsmodule für Produkt- und Qualitätsmanager nutzen. Weiterhin ist das Unternehmen interessiert am standardübergreifenden Monitoringsystem, das in 2019 für Lebensmittelstandards und –unternehmen zur Verfügung stehen wird.

Tomaten