Der Nescafé Plan
Unser Programm für nachhaltigeren Kaffeeanbau
Der Anbau von Kaffee ist nicht einfach. Anspruchsvolle Pflanzen, der Klimawandel, und Schädlinge stellen Landwirt:innnen vor Herausforderungen. Einige suchen sich bereits Alternativen zum Kaffeeanbau. Um die Kaffeefarmer:innen nachhaltig zu unterstützen, haben wir den Nescafé Plan entwickelt. Damit wollen wir ihnen bei den Herausforderungen des Anbaus helfen, ihnen und ihren Familien ein besseres Leben ermöglichen und den Kaffeeanbau Schritt für Schritt verantwortungsvoller machen.
4 Fakten zu unserem Nescafé Plan
Der lange Weg zur Tasse Kaffee
Obwohl wir selbst keine Kaffeefarmen besitzen und unseren Kaffee von Zwischenhändlern bzw. unabhängigen Landwirt:innen beziehen, beginnt unsere Verantwortung auf den Plantagen. Dort unterstützen wir Landwirt:innen mit unserem Nescafé Plan.
Der schwierige Anbau von Kaffee
Bevor wir den Nescafé Plan genauer vorstellen, blicken wir auf die Schwierigkeiten der Landwirt:innen. Viele Plantagen sind nur so groß wie ein oder zwei Fußballfelder. Je kleiner die Plantage, desto größer die Herausforderungen. Und davon gibt es einige.
Die Herausforderungen beim Kaffeeanbau
2. Trockenes Wetter
Weil die Böden nicht mehr so fruchtbar oder die Bäume zu alt sind, sinken die Erträge.
Längere Trockenperioden schwächen die Pflanzen.
Die Preise für Kaffee schwanken.
Die Pflanzen wachsen nur in einem relativ schmalen Bereich rund um den Äquator, dem „Kaffeegürtel“. Je nach Sorte fühlen sich die Pflanzen nur in bestimmten Höhenlagen wohl, mögen keine Temperaturveränderungen und haben eigentlich immer Durst.
Mit diesen Maßnahmen fördern wir Farmer:innen
Wir schulen über 200.000 Farmer:innen vor Ort und helfen ihnen, ihre Plantagen nachhaltiger und wirtschaftlicher zu betreiben. Dabei vermitteln wir ihnen neues Wissen zu Bodenanalysen, Pflanzenauswahl, Herstellung von organischem Dünger, Nutzen von Schattenbäumen, Zurückschneiden der Bäume und Aufbereitung des Kaffees.
Wir verteilen kostenlose Kaffeepflanzensetzlinge, die widerstandsfähiger sind und mehr Ernte bringen als die Sorten, die sie bisher genutzt haben. Ein wichtiger Schritt im Rennen gegen den Klimawandel. Seit 2010 haben wir insgesamt 315 Millionen Kaffeepflanzen verteilt – 21 Millionen alleine in 2024.
So viele wurden im Rahmen unseres Nestlé Global Reforestation Program entlang unserer Kaffee-Wertschöpfungsketten gepflanzt.
Seit dem Start 2022 sind es bereits über 9 Millionen Bäume – ein wichtiger Beitrag für gesunde Böden, mehr Biodiversität und klimafreundlicheren Kaffeeanbau.
Wir fördern besonders junge Menschen und Frauen in der Landwirtschaft.
Wir verpflichten uns, bis 2025 100% unseres Kaffees aus zertifiziertem Anbau zu beziehen. Um genau im Blick zu behalten, woher unsere Bohnen kommen und wie sie produziert werden, arbeiten wir anhand fester Leitlinien mit Lieferant:innen und Farmer:innen zusammen. Und so können wir auch positive Veränderungen bei ihnen herbeiführen.
Unsere Erfolgsgeschichten
Regenerative Landwirtschaft – Ein Plan für die Zukunft
Mit unseren bisherigen Projekten setzen wir uns bereits für die Farmer:innen ein. Doch damit nicht genug. Wir unterstützen Landwirt:innen, auf regenerative Landwirtschaft zu setzen. Das Ziel: Bis 2030 die Hälfte unseres Kaffees aus regenerativer Landwirtschaft erwerben und dabei 50 % der Treibhausgase der Kaffeefarmen reduzieren.
Doch was bedeutet regenerative Landwirtschaft genau? Wie sieht das konkret auf Kaffeefarmen aus?
- Wir helfen Landwirt:innen, Schattenbäume in ihre Kaffeefelder zu pflanzen. Diese verbessern die Gesundheit des Bodens, das Wasser kann nicht mehr so leicht versickern und sie unterstützen die Artenvielfalt, da viele Tierarten in den Bäumen Unterschlupf finden können. Außerdem sind die Bäume natürliche CO2-Speicher.
- Wir setzen uns dafür ein, dass auch natürliche Wasservorkommnisse geschützt werden, indem Schattenpflanzen angebaut werden.
- Wir unterstützen Landwirt:innen mit natürlich gewonnene Düngemittel, bestehend aus pflanzlichen Resten, tierischem Mist oder Lebensmittelabfällen. Sie werden direkt auf den Boden oder die Pflanzen gegeben – und versorgen sie mit wichtigen Nährstoffen. So fördern sie auf natürliche Weise das Wachstum und helfen dabei, die Bodenqualität langfristig zu erhalten. Durch die bessere Bodengesundheit steigt die Produktivität und Qualität der Kaffeepflanzen und der Boden ist in der Lage, mehr CO2 zu speichern. Auch der Einsatz von Kompost spielt hier eine Rolle.
- Der Nescafé Plan beschäftigt mittlerweile mehr als 1.400 Außendienstmitarbeiter darunter Agronomen, die im Rahmen der Nescafé Plan-Programme mit Kaffeebauern zusammenarbeiten. Sie erreichen mehr als 200.000 Landwirt:innen.
- Wir fördern den Anbau verschiedener Nutzpflanzen auf einer Kaffeefarm. So haben die Landwirt:innen eine weitere Einkommensquelle, der Boden bleibt gesünder und die Artenvielfalt wird erhöht.
Um die Landwirt:innen beim Umstieg auf eine regenerative Landwirtschaft zu unterstützen, kommen vor Ort sogenannte Agronom:innen zum Einsatz. Der Aufbau von Beziehungen ist von entscheidender Bedeutung, da neue landwirtschaftliche Techniken oft mit langjährigen Praktiken brechen und es einige Zeit dauern kann, bis Ergebnisse sichtbar werden. Heute können wir auf unsere 800 Agronom:innen zählen, die in den Nescafé Plan Feldprogrammen arbeiten. Sie erreichen mehr als 140.000 Landwirt:innen.