Elternsein weltweit besser verstehen

Neuer globaler Parenting Index
Eltern mit Kind
Frischgebackene Eltern kennen es: Ab der Geburt eines Kindes beginnt für sie ein ganz neuer Lebensabschnitt. Arbeit und Haushalt irgendwie unter einen Hut zu bringen, wird zur Herausforderung. Was macht Müttern und Vätern das Elternsein heute leichter oder schwerer? Wir haben nachgeforscht.

Weltweit haben wir über 8000 Eltern aus 16 Ländern befragt, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen. Heraus kam der Parenting Index 2021 – unsere neuste Studie, um die Schlüsselfaktoren zu bestimmen, die sich auf das Elternsein in der ganzen Welt auswirken. Laut dieser Studie ist der Faktor Druck mit 23 Prozent der Gesamtpunktzahl des Parenting Index der größte Einflussfaktor auf das Elternsein. Ganz gleich, ob der Druck von innen oder außen auf die Eltern wirkt. Denn genannt wurde dabei der Druck, den sich die Eltern selbst machen, weil sie ihr Bestes für ihre Kinder geben wollen. Oder auch der äußere Einfluss, wie von Freunden, von der Familie oder der Gesellschaft – wo jeder seine eigene Meinung dazu teilt, wie man ein Kind am besten erzieht.

Parenting Index

Wie sieht das Elternsein in Deutschland aus?

Der Parenting Index zeigt ganz klar, dass das Elternsein in den Ländern wie Schweden, Chile und Deutschland dank guter Voraussetzungen als relativ einfach wahrgenommen wird. So steht zum Beispiel Deutschland in dem Index auf Platz 3. Besonders für Eltern in Deutschland spielen folgende Schlüsselfaktoren eine größere oder eine geringere Rolle:

  • Erwartungsdruck: Viele Eltern haben hohe Erwartungen an sich selbst. Über ein Drittel der Eltern in Deutschland (33 Prozent) fühlt sich unter Druck gesetzt, „alles richtig zu machen“. Auch wenn der Anteil geringer ist als der weltweite Durchschnitt (51 Prozent), zählt in Deutschland Druck zum größten Einflussfaktor auf das Elternsein.
  • Unterstützung für das Arbeitsleben: Vor allem Mütter stehen vor einer hohen gesellschaftlichen Erwartung, dass sie sich im ersten Lebensjahr voll und ganz um ihr Baby kümmern. Hier stehen Frauen sogar vor dem Risiko, ihre Karriere mit Kindern nicht fortsetzen zu können. 69 Prozent nutzen flexible Arbeitszeiten, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen (74 Prozent weltweit).
  • Partnerschaft: Ungleiche Verteilung der Aufgaben: Die ungleiche Verteilung der Aufgaben zwischen Männern und Frauen ist ein wichtiger Punkt, der ihnen das Elternsein erschwert. Die Betreuung der Kinder und Hausarbeit ist immer noch hauptsächlich Frauensache. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich vor allem dann, wenn sich Väter Elternzeit nehmen. Die meisten entscheiden sich für zwei Monate während Mütter in der Regel 12 Monate nehmen.
Mutter mit Kind

Eltern weltweit im Gespräch

Ergänzend zu dieser Studie haben wir ein Gespräch mit sechs Elternteile aus sechs Ländern geführt und diskutieren mit ihnen, was sie bewegt und welche Herausforderungen sie meistern: 

 

Klar ist, dass das Elternsein zugleich der schönste aber auch der schwerste Job der Welt sein kann. Um den Eltern das Leben einfacher zu machen, bietet Nestlé eine Eltern-Initiative an. Der Parenting Index ist sogar ein Teil der Nestlé Eltern-Initiative, um aus den Erfahrungen zu lernen, wie vor allem den Eltern das Leben einfacher gemacht werden kann. Für allgemeine Fragen und einen Erfahrungsaustausch zu allen Aspekten des Elternseins hat Nestlé auf babyservice.de die Elternlounge ins Leben gerufen.