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  • Die lokale Gemeinschaft hat freien Zugang zu sauberem Wasser am Werk.
  • Seit 2013 unterliegt das Werk nicht mehr der Verantworklichkeit von Nestlé Waters, sondern von Clover Südafrika.
  • Wir stehen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und haben bisher weltweit über zwanzig Werke (Stand Mitte 2019) nach dem anerkannten Standard der Alliance for Water Stewardship zertifiziert.

Unter dem Titel «Wem gehört das Wasser» erwähnt eine deutsche TV-Dokumentation zumindest am Rande einige der Herausforderungen, die mit dem Thema Wasser verbunden sind. Dazu gehört die übermäßige Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft ebenso wie die Verunreinigung von Wasser u.a. durch die Minenindustrie. Der Film und eine Zusammenfassung im ARD Weltspiegel stellen aus unserer Sicht die Aktivitäten von Nestlé jedoch stark verzerrt dar und versuchen, einen Konflikt zwischen dem Menschenrecht auf Wasser und der kommerziellen Nutzung dieser wichtigen Ressource hervorzuheben, der so generell nicht zutrifft.

Wer ist zuständig?

Seit 2013 gehört der im Film angesprochene Standort Dornkloof nicht mehr zu Nestlé Waters, sondern zu Clover Waters. Nestlé Pure Life wird dort in Lizenz für den lokalen Markt abgefüllt. Das Unternehmen erstattet der örtlichen Wasserbehörde, welche alle fünf Jahre die Lizenzen überprüft, monatlich Bericht über die Wasserentnahmen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Clover finden Sie hier.

Wie sind die Arbeitsbedingungen vor Ort?

Clover Waters respektiert das örtliche Arbeitsrecht, so wie dies auch vor der Übernahme des Betriebs der Fall war: Mit den Gewerkschaften wurde vereinbart, dass die Mitarbeitenden an vier Tagen pro Woche eine Schicht von 12 Stunden arbeiten können, inklusive zwei Pausen von 15 Minuten und einer Mittagspause von 45 Minuten. Ein vom Unternehmen subventioniertes Mittagessen wird über einen Caterer angeboten. Jeder Mitarbeitende hat während der Arbeitszeit und den Pausen freien Zugang zu Trinkwasser. Zusätzlich darf jeder Mitarbeitende pro Arbeitstag zwei Halbliterflaschen nach Hause nehmen.

Haben die Dorfbewohner Zugang zu Wasser?

Ja, beim Haupteingang zum Clover-Werk hat die lokale Gemeinschaft freien Zugang zu sauberem Wasser. Allerdings mach der Film in Text und Bild einige irreführende Forderungen: So wünscht sich ein Bewohner der informellen Siedlung auf der anderen Seite des Highways eine Wasserversorgung per Leitung, aus dem von dem Betrieb genutzten und eigens angelegten Tiefbrunnen Ein solcher Zugang würde den Bau einer Rohranlage unter der Schnellstraße erfordern.

Die Schaffung von Infrastruktur liegt in der Verantwortlichkeit der staatlichen Behörden und der Kommune, welche die Siedlung regulär mit Trinkwasser versorgt – per Tankwagen, wie dies für informelle Siedlungen in Südafrika nicht unüblich ist. Wir denken, dass es nicht alleine die Industrie ist, die einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser pflegen muss. Regierung, Industrie, Landwirtschaft und Konsumenten müssen gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, den Zugang zu Wasser für die gesamte Weltbevölkerung abzusichern.

Dem Wunsch nach bezahlbarem Flaschenwasser entspricht Clover Waters, indem das Gemeinschaftsunternehmen Investitionen getätigt hat, die niedrigere Verkaufspreise ermöglichen: 0,5 Liter Pure Life kostet in Südafrika weniger als die Hälfte des Preises von 0,5 Liter eines Softdrinks.

Die Vorwürfe aus dem Film

Wir möchten nochmals festhalten, dass Nestlé Waters bereits vor 2013 den Dorfbewohnern kostenlosen Zugang zu sicherem Trinkwasser außerhalb des Fabrikgeländes ermöglicht hat. Nestlé hat sich zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser verpflichtet und unterstützt ausdrücklich das Recht auf Wasser für den Grundbedarf, insbesondere für die persönliche Flüssigkeitsversorgung und für die Basishygiene, so wie es von den Vereinten Nationen 2010 verabschiedet wurde.

Unsere Fortschritte

Seit Veröffentlichung des Films im Jahr 2013 haben Nestlé und Nestlé Waters umfassende Maßnahmen umgesetzt, um die Zusammenarbeit mit lokalen Anspruchsgruppen systematisch zu verbessern, und um den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sicherzustellen. Hierzu gehört auch die Zertifizierung aller Wasser-Standorte weltweit nach dem anerkannten Standard der Alliance for Water Stewardship.