Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.

Klimaschutz

Vom Feld bis zum Verbraucher
Das Nestlé Klima Ziel

Unser großes Ziel ist es, unsere Netto-Treibhausgasemission bis 2050 auf null zu senken. Das entspricht dem Ziel des Pariser Abkommens, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Warum es jedoch nur ein Teil ist, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen aus unseren eigenen Werke auf netto null senken? Weil wir mit unserem Klima-Ziel einen Schritt weitergehen:
Wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2050 auf null zu reduzieren.

Bei unserem Ziel zum Klimaschutz schließen wir also auch alle Landwirte und Lieferanten ein, von denen wir die Rohstoffe für unsere Produkte beziehen.

Was bedeutet die Reduzierung der Emissionen auf „netto null“ genau?

Um unsere Emissionen auf netto null zu senken, müssen wir es schaffen, ein Gleichgewicht zwischen den durch unsere Aktivitäten ausgestoßenen Treibhausgasen und den von uns ergriffenen Gegenmaßnahmen herzustellen. Dabei geht es nicht nur um CO2, sondern zum Beispiel auch um Methan oder Stickoxide. Da sie einen unterschiedlich großen Einfluss auf das Klima haben, werden sie meistens in den entsprechenden CO2-Betrag umgerechnet. Klimawissenschaftler sprechen hierbei oft auch von „CO2-Äquivalenten“.

Bei der Auswahl unserer Maßnahmen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes achten wir darauf, dass diese im direkten Zusammenhang mit unseren Aktivitäten stehen. Wir wollen unsere komplette globale Lieferkette so anpassen, dass durch unsere Aktivitäten in der Summe keine Treibhausgase mehr entstehen. Das können wir schaffen, indem wir zum Beispiel Landwirten helfen, durch nachhaltigere Anbaumethoden mehr CO2 im Boden zu speichern. Oder auch durch die Umstellung von Futtermitteln den Treibhausgasausstoß von Nutztieren senken. Im Kakaoanbau ist etwa das Pflanzen sogenannter Schattenbäume eine Möglichkeit, mehr CO2 zu speichern und gleichzeitig den Ertrag für die Kakaobauern zu erhöhen.

Wie gehen wir bei der Planung vor und was sind unsere Herausforderungen?

Da wir nicht nur unsere eigenen Betriebe, sondern die komplette Wertschöpfungskette einbeziehen, erfordert die Umsetzung eine genaue Planung. Denn die Veränderungen können wir nicht alleine durchführen. Wir brauchen hierzu die Unterstützung all unserer weltweiten Lieferanten.

Außerdem müssen alle Rohstoffe, die wir beziehen, zuerst detailliert im Hinblick auf ihre Klimabilanz analysiert werden. Dabei ist unter anderem zu ermitteln, welche Einsparpotenziale in welchen Bereichen vorliegen und wie diese optimal ausgeschöpft werden können. Dafür nutzen wir einen ganzheitlichen Ansatz und werden auf Basis dessen in den nächsten zwei Jahren einen genauen Zeitplan mit konkreten Zwischenzielen erarbeiten. Dieser wird im Einklang mit unserem globalen Klimaziel stehen: den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen.

 

Welche Maßnahmen werden wir bei Nestlé ergreifen, um unser Ziel zum Klimaschutz zu erreichen?

Pflanzenbasierte Produkte

Wir entwickeln neue Produkte und verbessern unsere bestehenden. Zum Beispiel wollen wir bei den Rezepturen unserer bestehenden Produkte noch stärker auf klimafreundliche Zutaten setzen. Zusätzlich steht die Entwicklung neuer, pflanzenbasierter Produkte im Vordergrund.

Ein Beispiel für diesen Wandel ist unser Sensational Burger von GARDEN GOURMET. Allein der CO2-Fußabdruck eines Burgers der Marke ist fünf Mal geringer als der eines Burgers aus Rindfleisch. Doch auch in Bezug auf die benötigte Fläche kann unser veganer Burger punkten. Denn für die Herstellung eines solchen Sensational Burgers wird im Schnitt zehn Mal weniger Land benötigt. Auch der Einfluss auf die Artenvielfalt ist wesentlich geringer als beim herkömmlichen Burger aus Rindfleisch. Die Entwicklung neuer Produkte führen wir immer weiter fort. In den letzten Monaten haben wir unser Sortiment an vegetarischen und veganen Produkten stark vergrößert und beispielweise mit dem Verkauf des Sensational Hacks, der Bratwurst und der „Veggie Lovers“ Pizza von GARDEN GOURMET und WAGNER gestartet. Somit leisten wir bereits heute durch unsere neuen Produkte einen Beitrag zum Klimaschutz.

100% erneuerbare Elektrizität

Ein zweiter zentraler Aspekt zur Erreichung unseres Ziels ist die Verwendung von erneuerbarer Elektrizität in unseren Fabriken, Lagern und Büros. Denn dadurch lassen sich die Treibhausgasemissionen durch fossile Brennstoffe erheblich senken. Ein Drittel unserer Fabriken weltweit verwendet bereits Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. Diesen Anteil wollen wir weiter erhöhen.

Schutz der Wälder und Renaturierung

Auch landwirtschaftliche Initiativen, die zur Aufnahme von Kohlenstoff beitragen, sind von hoher Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem der Schutz der Wälder sowie deren Wiederaufforstung. Bis Ende 2020 wollen wir erreichen, dass unsere Lieferkette frei von Entwaldung ist. Um das sicherzustellen, setzen wir beispielsweise in unserer Palmöl-Lieferkette das Satellitensystem „Starling“ ein. So können gerodete Waldflächen geortet werden und unsere Lieferanten haben die Möglichkeit zum Eingreifen. Ein weiter wichtiger Aspekt ist für uns die Renaturierung von Bodenflächen, da Böden, insbesondere Moorböden, große Mengen an Kohlenstoff binden können.

Wir arbeiten im Zuge unserer Programme eng mit Landwirten zusammen. Auf diese Weise können wir den Aufbau widerstandsfähiger ländlicher Gemeinschaften und den Klima- und Umweltschutz miteinander verknüpfen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt das „Gorongosa Coffee“ Projekt in Mosambik. Dieses Projekt arbeitet mit der Unterstützung von Nespresso daran, Arbeitsplätze für Kleinbauern zu schaffen und den Regenwald in der Region Gorongosa wieder aufzuforsten. Seit 2015 werden die lokalen Bauern beispielsweise im Rahmen einer Initiative für Mischbepflanzung von Schattengewächsen und Kaffeepflanzen dazu ermutigt, eine 600.000 Hektar große sogenannte „Buffer Zone“ an den Hängen des Gorongosa-Berges zu bepflanzen, um die Region so wieder aufzuforsten.

Nachhaltige Verpackungen

Bezogen auf die Nachhaltigkeit unserer Produkte spielt auch die Verpackung eine elementare Rolle. Verpackungen portionieren die Lebensmittel nicht nur, sondern sorgen auch für eine längere Haltbarkeitsdauer. Das trägt wiederum dazu bei, den Verlust von Lebensmitteln und damit von auch die von wertvollen Ressourcen, zu reduzieren. Um funktionale und trotzdem umweltfreundliche Verpackungen zu entwickeln haben wir deswegen 2019 unser eigenes Forschungsinstitut, das „Institute of Packaging Science“ in Lausanne, eröffnet.

Bei unseren YES! Riegeln haben wir es außerdem als erster Hersteller in der Industrie geschafft, diese mithilfe der sogenannten „High-Speed Flow Wrap“-Verpackungstechnik ausschließlich in Papier zu verpacken. Die recyclingfähigen Papierverpackungen können dadurch wie jede Tageszeitung über die Altpapiersammlung wiederverwertet werden. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung unseres globalen Ziels, dass bis 2025 alle unserer Verpackungen recycel- oder wiederverwendbar sind.