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Lebensmittel und ihre Verpackungen pflegen eine besondere Beziehung. Sie können einfach nicht ohne den Anderen. Weshalb ist das so? Und wie arbeitet Nestlé daran, diese Verbindung fit für die Zukunft zu machen?

Das Kakaopulver rieselt ganz fein in die Milch und die Vollkornflakes knuspern auf dem Löffel. Frühstück kann so schön sein. Einerseits liegt das an den Produkten selbst. Leckere Rezepte, gute Zutaten, eine schonende Verarbeitung. Es liegt aber auch an der Art, wie die Lebensmittel auf den Frühstückstisch gekommen sind. In diesem Fall gut geschützt – durch ihre Verpackung. Das Kakaopulver und die Frühstückscerealien sind natürlich nur zwei von vielen Beispielen, bei denen Verpackungen genau auf die Lebensmittel abgestimmt sind. Mal schützen sie den Inhalt vor Feuchtigkeit, mal vor Licht. Sie machen ein Lebensmittel wie Wasser überhaupt erst transportabel oder helfen uns, den Schokoriegel sicher bis in die Mittagspause zu bringen. Viele Gründe, die für Verpackungen sprechen – und mindestens ebenso viele Materialien, die dabei zum Einsatz kommen können. Doch welche sind die besten?

Verpackungen stecken in einem Zwiespalt

Von der „besten“ Verpackung zu sprechen ist gar nicht so einfach. Bei Nestlé gibt es deshalb Spezialisten, die sich diesem Thema annehmen. Ein Aspekt, der dabei eine tragende Rolle spielt: die Müllvermeidung. Jede Verpackung steckt nämlich automatisch in einem Zwiespalt. Einerseits soll sie das Lebensmittel so gut und so bequem wie möglich in die Haushalte der Republik bringen. Anderseits soll nach dem Verzehr so wenig Verpackung wie möglich die Umwelt belasten. Geht das denn? Nestlé wählt dafür einen Weg, der sich gut auf viele Produkte anwenden lässt: Verpackungen zu entwickeln, die sich optimal recyceln lassen.

Recyclingfähigkeit soll verbessert werden

Ein Beispiel: Die MAGIC ASIA 5-Minuten-Terrine, die 2015 eingeführt wurde. Beim schwarzen Becher des Produktes wurde auf die üblichen rußbasierten Farbstoffe verzichtet. Dadurch kann die Verpackung in Sortieranlagen besser dem richtigen Wertstoffstrom zugeordnet werden. Ein weiteres Beispiel stammt aus Frankreich. Dort hat Herta bereits 2011 damit begonnen, PVC / PE durch r-PET / PE zu ersetzen. Das bedeutet, dass weniger PVC zum Einsatz kommt. Dafür wird mit recyceltem PET gearbeitet, dessen Anteil mittlerweile 24 % beträgt.

Auch beim Mineralwasser setzt Nestlé zunehmend auf Recyclingmaterialien. In Nordamerika hat die Marke Nestlé Pure Life zum Beispiel kürzlich eine 700 ml-Flasche in die Regale gebracht, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht. Auch in Europa sollen bis 2025 alle PET-Flaschen zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen.

Fokus auf ausgesuchte Materialien

Hinter all diesen Veränderungen steht eine ganz grundsätzliche Idee: die Fokussierung auf gängige Materialien, für die eine gute Recyclinginfastruktur besteht. Also zum Beispiel PET, PE und PP. Andere Kunststoffe (die im Portfolio von Nestlé weniger Bedeutung haben) verschwinden dagegen sukzessive aus den Verpackungen. Das sind zum Beispiel PVC, PS und ePS. Ein Veränderungsprozess, der Schritt für Schritt abläuft, durchaus eine Herausforderung ist – aber hilft die gesteckten Ziele zu erreichen. Denn bis 2025 sollen alle Verpackungen entweder wiederverwertbar oder recyclingfähig sein.

Damit dieser Weg beschritten werden kann, engagiert sich Nestlé auch an anderer Stelle. Um Verpackungen wiederverwerten zu können, muss nämlich die passende Infrastruktur existieren und der gesetzliche Rahmen abgesteckt sein. Von Land zu Land kann das sehr unterschiedlich sein. Damit das Thema aber weltweit auf der Agenda bleibt ist Nestlé unter anderem Mitglied in der „New Plastics Economy“. Das ist ein Zusammenschluss von zwölf großen Unternehmen, die gemeinsam an einer Verbesserung des Plastik-Recyclings arbeiten wollen.

Lebensmittel und ihre Verpackungen pflegen einfach eine besondere Beziehung. Und bei Nestlé arbeitet man an vielen Stellen daran, dass diese Beziehung auch in Zukunft harmonisch bleibt.

Nestlés Plastikstrategie