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Unsere Vision: Keine unserer Verpackungen soll als Abfall auf Deponien oder in der Umwelt, Flüssen und Meeren enden. Um das zu erreichen, machen wir international alle Verpackungen bis 2025 recyclingfähig oder wiederverwendbar. In Deutschland wollen wir dieses Ziel bis bereits 2020 erreichen. Schon heute sind über 95% unserer eingesetzten Verpackungsmaterialien für ein werkstoffliches Recycling geeignet.

Ambition auf drei Kernbereichen

  • Vermeiden von nicht recyclingfähigem Plastik wie PVC, PS und ePS
  • Plastiksorten begünstigen, die höhere Recyclingquoten ermöglichen, wie PET, PP und PE
  • Verpackungskombinationen, wie Plastik/Papier oder Materialverbünde, vermeiden oder verändern

Um die Vermeidung von komplexen Verpackungsstrukturen, wie Papier und Plastik Kombinationen der Verbünde anzugehen, forschen wir am Umstieg auf „Monomaterial“ oder einfachere Verpackungen, wie Papier und der Reduzierung von Schichten sowie Materialarten bei Verbundverpackungen. Darüber hinaus arbeiten wir an den Farben unserer Verpackungen, um eine bessere Erkennung des Stoffs in der Recyclinganlage zu ermöglichen.

Nestlé CEO Mark Schneider sagt: „Mit unserer Zukunftsvision und unserem Aktionsplan beschreiben wir die wesentlichen Punkte unseres Ansatzes zur Bekämpfung von Plastik- und Verpackungsmüll.“

Recyclingfähigkeit soll verbessert werden

Ein Beispiel: Die MAGIC ASIA 5-Minuten-Terrine, die 2015 eingeführt wurde. Beim schwarzen Becher des Produktes wurde auf die üblichen rußbasierten Farbstoffe verzichtet. Dadurch kann die Verpackung in Sortieranlagen besser dem richtigen Wertstoffstrom zugeordnet werden. Ein weiteres Beispiel stammt aus Frankreich. Dort hat Herta bereits 2011 damit begonnen, PVC / PE durch r-PET / PE zu ersetzen. Das bedeutet, dass weniger PVC zum Einsatz kommt. Dafür wird mit recyceltem PET gearbeitet, dessen Anteil mittlerweile 24 % beträgt.

Auch beim Mineralwasser setzt Nestlé zunehmend auf Recyclingmaterialien. In Nordamerika hat die Marke Nestlé Pure Life zum Beispiel kürzlich eine 700 ml-Flasche in die Regale gebracht, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht. Auch in Europa sollen bis 2025 alle PET-Flaschen zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen.

Fokus auf ausgesuchte Materialien

Hinter all diesen Veränderungen steht eine ganz grundsätzliche Idee: die Fokussierung auf gängige Materialien, für die eine gute Recyclinginfastruktur besteht. Also zum Beispiel PET, PE und PP. Andere Kunststoffe (die im Portfolio von Nestlé weniger Bedeutung haben) verschwinden dagegen sukzessive aus den Verpackungen. Das sind zum Beispiel PVC, PS und ePS. Ein Veränderungsprozess, der Schritt für Schritt abläuft, durchaus eine Herausforderung ist – aber hilft die gesteckten Ziele zu erreichen. Denn bis 2025 sollen alle Verpackungen entweder wiederverwendbar oder recyclingfähig sein. In Deutschland wollen wir bereits bis 2020 alle Verpackungen recyclingfähig machen. Über 95% unserer eingesetzten Verpackungsmaterialien sind schon heute für ein werkstoffliches Recycling geeignet. Wir haben in Deutschland etwa 6.000 verschiedene Verpackungen im Einsatz. 

Damit dieser Weg beschritten werden kann, engagiert sich Nestlé auch an anderer Stelle. Um Verpackungen wiederverwerten zu können, muss nämlich die passende Infrastruktur existieren und der gesetzliche Rahmen abgesteckt sein. Von Land zu Land kann das sehr unterschiedlich sein. Damit das Thema aber weltweit auf der Agenda bleibt ist Nestlé unter anderem Mitglied in der „New Plastics Economy“. Das ist ein Zusammenschluss von zwölf großen Unternehmen, die gemeinsam an einer Verbesserung des Plastik-Recyclings arbeiten wollen.

Lebensmittel und ihre Verpackungen pflegen einfach eine besondere Beziehung. Und bei Nestlé arbeitet man an vielen Stellen daran, dass diese Beziehung auch in Zukunft harmonisch bleibt.

Nestlés Plastikstrategie