Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.

Ernährung: Ein Blick auf die Nährwerte

Es muss nicht immer das berühmte „Entweder-oder“ sein. Wenn es um etwas so Elementares wie Essen und Trinken geht, möchten wir unseren Verbrauchern lieber ein „Sowohl-als-auch“ bieten. Mit Lebensmitteln, die lecker schmecken und obendrein eine gute Nährwertzusammensetzung haben. Wie das klappt? Indem wir unsere Rezepturen regelmäßig auf den Prüfstand stellen – und bei Bedarf gezielt verbessern.

Was braucht ein Produkt, damit es einen Platz in unserem Sortiment erhält? Lecker sollte es sein, keine Frage. Denn nur was schmeckt, wird auch gerne gegessen. Aber reicht das schon aus? Nicht ganz. Wir möchten unseren Verbrauchern mehr bieten. Nämlich schmackhaftere und gesündere Alternativen. Darum ist es wichtig, dass unsere Produkte auch gut in eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung passen. Soweit die Theorie. Doch wie genau setzen wir diesen Anspruch in die Tat um? Unter anderem, indem wir den Geschmack und die Nährwertzusammensetzung unserer Produkte regelmäßig überprüfen und schrittweise verbessern. Grundlage hierfür ist das Nestlé Nutritional Profiling System, kurz NNPS.

Nestlé Nutritional Profiling System

Das Nestlé Nutritional Profiling System (NNPS) kann man am besten als wissenschaftlich basiertes Bewertungssystem bezeichnen. Entwickelt wurde das Tool, um Produkte gezielt verbessern zu können. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Nährwertzusammensetzung von Produkten betrachtet werden soll. So können wir entscheiden, welche Rezepturen überarbeitet werden sollten. Seit 2004 ist das NNPS weltweit unser Standard.

Die Vorgaben des NNPS beruhen auf Empfehlungen von Ernährungsexperten und Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für eine ausgewogene Ernährung. Aus diesen Empfehlungen haben wir konkrete Nährwertziele für verschiedene Produktkategorien abgeleitet. So können wir jedes Produkt im Detail betrachten – je nachdem, welche Rolle es in unserem täglichen Speiseplan spielt.

Produktrezepturen sind bei Nestlé also nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr kann man sich die Arbeit unserer Produktentwickler als einen kontinuierlichen Prozess vorstellen. Da wird regelmäßig geprüft, bewertet und überarbeitet.

Auf dem Prüfstand: Produkt-Check in fünf Schritten

Mit dem NNPS als Grundlage können wir bei der Produktüberarbeitung ganz systematisch vorgehen. Und zwar, indem wir uns einige grundlegende Fragen stellen:

1. Schritt: Welche Rolle spielt das Produkt in der Ernährung?

2. Schritt: Welche Nährstoffe sollen gefördert bzw. limitiert werden?

3. Schritt: Für wen ist das Produkt?

4. Schritt: Wie groß ist eine Portion?

5. Schritt: Bewertung

Eine Bestandsaufnahme in fünf Schritten: Mehr Informationen zur NNPS-Analyse am Beispiel einer Suppe finden Sie im Video.

Reformulierung und Innovation

Das NNPS ist ein hilfreiches Tool, das wir in gleich zwei verschiedenen Situationen einsetzen. Entweder, wenn bestehende Produkte überarbeitet werden (sog. Renovation oder auch Reformulierung) oder wenn sich neue Produkte in der Entwicklung befinden (Innovation).

Bei der Reformulierung geht es darum, die Rezepturen unserer Produkte so zu verändern, dass das betreffende Produkt nach der Überarbeitung eine vereinfachte Zutatenliste und ein verbessertes Nährwertprofil aufweist. Ein Maßstab, den wir auch an unsere Innovationen anlegen. Denn auch wenn wir neue Produkte entwickeln, ist die Nährwertzusammensetzung wichtig. Bei manchen Produktinnovationen spielt es eine ganz besondere Rolle. Denn auf diese Weise können wir gezielt auf die Ernährungsbedürfnisse bestimmter Zielgruppen eingehen. Etwa, indem wir spezifisch zusammengesetzte Nahrungsmittel für Schwangere, Mütter und Kinder ausarbeiten.

Doch unabhängig davon, ob es um Reformulierung oder Innovation geht: Wir möchten unseren Verbrauchern schmackhaftere und zugleich besser zusammengesetzte Alternativen bieten. Hierfür haben wir uns übergreifende Ziele (unsere „Selbstverpflichtungen“) gesetzt. Im Bereich „Ernährung“ sind das unter anderem folgende Handlungsfelder, denen wir besondere Aufmerksamkeit widmen:

  • Natrium, Zucker und gesättigte Fettsäuren reduzieren
  • Besonders erwünschte Zutaten wie Gemüse, Saaten oder Vollkorn steigern
  • Kürzere und verständlichere Zutatenlisten
Salz, Zucker & Co. – Warum weniger mehr ist

Einige Nährstoffe stehen besonders im Fokus. Sie sind essentiell für den Geschmack – und damit das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Das gilt vor allem für Zucker, Natrium (in Form von Kochsalz) und gesättigte Fette. Im Sinne einer ausgewogenen Ernährung sollten diese Nährstoffe aber möglichst behutsam eingesetzt werden. „Viel hilft viel“ wäre in diesem Fall also ein Trugschluss.

Wir bei Nestlé nehmen deshalb gezielt unsere Produkte unter die Lupe, die diesbezüglich unsere größten Herausforderungen darstellen – und reduzieren schon seit mehreren Jahren den Gehalt an zugesetztem Zucker, Natrium und gesättigten Fetten. Ein Balanceakt. Denn neben technologischen Aspekten ist vor allem die Akzeptanz der Verbraucher eine große Herausforderung. Überarbeitete Produkte müssen genauso lecker sein wie das Original. Darum gehen wir zumeist schrittweise vor, wenn wir die genannten Nährstoffe reduzieren. Ein spannender Prozess, den wir weiter vorantreiben wollen. Die nächsten ausgewählten Produkte warten deshalb auch schon darauf, überarbeitet zu werden.

Zwei Beispiele überarbeiteter Produkte
Nesquik Alphabet (Cerealien): 30 % weniger Zucker als der Durchschnitt im Segment nicht gefüllter Kinder-Cerealien mit Schokolade (im Jahr 2018) Wagner Steinofen Pizzen: Durchschnittlich 10 % Salzreduktion (im Jahr 2017)
Bitte mehr davon – Diesen Zutaten gehört die Zukunft

Bestimmte Zutaten sind aus ernährungsphysiologischer Sicht echte Top-Performer. Dazu gehören zum Beispiel Gemüse, ballaststoffreiches Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Saaten. Nur nehmen längst nicht alle Menschen genug davon zu sich. Das möchten wir ändern. Und zwar, indem wir diese nährstoffreichen Nahrungsmittel zukünftig noch stärker fördern. Wo immer möglich, erhöhen wir beispielsweise den Anteil in unseren Produkten. Bei allen Frühstückscerealien ist zum Beispiel jetzt schon Vollkorngetreide die Zutat Nr. 1. Übrigens: Man sollte einfach erkennen können, wo Gutes drinsteckt. Deshalb geben wir in der Nährwerttabelle auf unseren Verpackungen auch den Gehalt an Ballaststoffen an.

Gleichzeitig möchten wir die Verbraucher mit praktischen Tipps dazu animieren, ausgewogen zu essen und zu trinken. Ein gutes Beispiel ist unser „Nestlé Ernährungsstudio“. Hier findet man neben interessanten Artikeln auch praxisnahe Tipps und Tools für eine gesunde Lebensweise. Im „Maggi Kochstudio“ versorgen wir Kochfans mit kreativen Rezeptvorschlägen, die gut schmecken und abwechslungsreich sind. Eine klassische Win-win-Situation also.

Einfachere Zutatenlisten – Mehr Durchblick auf dem Label

Was ist drin in meinem Essen? Eine Frage, die immer mehr Menschen interessiert. Also schnell einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Könnte man meinen. Doch leider stiften manche Label mitunter mehr Verwirrung als tatsächlich zu informieren. Lange Aufzählungen, unbekannte Abkürzungen oder Zahlen – all das ist manchmal gar nicht so einfach zu verstehen.

Wir setzen darum auf mehr Transparenz und einfachere Zutatenlisten. Unser Ansatz: Wo immer möglich, möchten wir alltägliche Zutaten verwenden. Das kann zum Beispiel Maisstärke als natürliches Bindemittel sein. Gleichzeitig versuchen wir, nach und nach auf unerwünschte Zusatzstoffe – wie künstliche Farbstoffe oder Glutamat – zu verzichten. So enthalten heute mehr als 95 % unserer Produkte von Maggi und Thomy keine geschmacksverstärkenden Zusatzstoffe.

Wie der neue Durchblick auf dem Label aussehen kann, zeigen unsere Marken Thomy und Garden Gourmet.

Was ist Glutamat?
Glutamat ist der umgangssprachliche Begriff für Mononatriumglutamat, ein Salz der Glutaminsäure, einer Aminosäure. Aminosäuren spielen für den menschlichen Stoffwechsel eine wesentliche Rolle. Glutaminsäure und ihre Salze (Glutamat) kommen natürlicherweise in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Tomaten, Erbsen oder Parmesan. Daneben gibt es auch industriell hergestelltes Glutamat. Auf der Zutatenliste wird es dann als „Zusatzstoff Mononatriumglutamat“ gekennzeichnet.
Nicht nur ein Ziel, sondern Ansporn für jeden Tag
Kein „Entweder-oder“, sondern ein „Sowohl-als-auch“ – das ist es, was wir unseren Verbrauchern bieten möchten. Und zwar indem wir an ganz konkreten Stellen ansetzen, um unsere Produkte Schritt für Schritt zu verbessern. Weniger Zucker, Salz und gesättigte Fettsäuren, dafür mehr Zutaten mit Zukunft: an diesen Stellschrauben wollen wir weiter drehen. Denn schmackhaftere und gesündere Alternativen anzubieten, ist für uns nicht nur ein einzelnes Ziel, sondern ein Ansporn – jeden Tag.